Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0805/59996.html    Veröffentlicht: 28.05.2008 08:53    Kurz-URL: https://glm.io/59996

Microsoft spricht über Windows 7

Windows 7 soll auf der Basis von Windows Vista und Windows Server 2008 aufsetzen

Rund drei Jahre nach dem Erscheinen von Windows Vista, also im Jahr 2010, wird nach aktuellen Plänen Microsofts die nächste große Version von Windows folgen, die derzeit unter dem Namen Windows 7 entwickelt wird. Erstmals äußerte sich Microsoft offiziell zur kommenden Windows-Generation, lässt dabei aber viele Fragen offen.

In einem langen Interview mit CNet hat sich Steven Sinofsky, bei Microsoft für die Entwicklung von Windows verantwortlich, zur kommenden Windows-Version geäußert. Viel gesagt hat Sinofsky dabei allerdings nicht. Er bestätigt unter anderem, dass Windows 7 im Jahr 2010 und damit rund drei Jahre nach Windows Vista erscheinen soll. Damit liegt nahe, dass im kommenden Jahr eine erste Vorabversion von Windows 7 veröffentlicht werden könnte. Sinofsky wollte zum genauen Zeitplan allerdings nichts verraten.

Mit dem Interview veröffentlichte auch Chris Flores im Windows-Vista-Blog von Microsoft einige Informationen zu Windows 7. Eine der größten Änderungen bei Windows 7 ist den beiden zufolge Microsofts Kommunikation: Statt frühzeitig über die nächste Windows-Generation zu sprechen, halte man sich bewusst zurück, da dies andererseits ernsthafte Auswirkungen auf Partner und Kunden habe, wenn sich früh veröffentlichte Informationen am Ende als falsch erweisen.

Einige wenige Details aber verrieten Steven Sinofsky und Chris Flores: Windows 7 betrachtet Microsoft als nächstes Major-Release von Windows, auch wenn es auf der Architektur von Windows Vista, dem Service Pack 1 für Vista bzw. der des Windows Server 2008, die ihrerseits auf Vista basiert, aufsetzen soll. Mit Windows Vista sei in Bezug auf die Subsysteme eine solide Basis eingeführt worden, dies gelte vor allen für die Bereiche Grafik, Audio und Storage.

Einen neuen Kernel soll Windows 7 nicht erhalten, dieser soll vielmehr auf dem Kernel des Windows Server 2008 aufsetzen, der seinerseits ein weiterentwickelter Vista-Kernel ist. Sinofsky spricht hier von einer Evolution. Dennoch soll der Kernel von Windows 7, der aber zum Vista-Kernel kompatibel bleibt, mit einer verfeinerten Architektur aufwarten.

Auf diesem Wege will Microsoft dafür sorgen, dass Windows 7 auf Hardware läuft, die für Windows Vista ausgelegt ist. Eines der wichtigsten Ziele von Windows 7 sei die Kompatibilität zu bestehenden Applikationen und Treibern. Dabei soll Windows 7 in einer 32- und einer 64-Bit-Version erscheinen.

Darüber hinaus soll Windows 7 viele neue Funktionen erhalten. Einen kleinen Ausblick Welche das sind, will Microsoft derzeit aber nicht verraten.  (ji)


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