Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0805/59913.html    Veröffentlicht: 23.05.2008 12:09    Kurz-URL: https://glm.io/59913

Nvidia will Raytracing-Start-up kaufen

Universitäts-Spin-off "RayScale" mit Erweiterung für Maya

Derzeit findet - vor allem für US-Journalisten - Nvidias "Editors Day" im kalifornischen San Jose statt. Laut bisher unbestätigten Berichten von dieser Veranstaltung plant Nvidia die Übernahme eines Raytracing-Unternehmens, das einen besonders interessanten Zusatz für Autodesk Maya entwickelt hat.

Wie die US-Site PC Perspective aus San Jose berichtet, soll Nvidia die Übernahme von RayScale im Laufe der kommenden Tage bekanntgeben. RayScale ist eine Ausgründung der Universität von Utah. Obwohl das Unternehmen schon seit zehn Jahren besteht, gibt es bisher nur ein Produkt, welches sich auch noch im Betastadium befindet: die Software "LightNow".

Bild aus der RayScale-Engine
Bild aus der RayScale-Engine
Dabei handelt es sich um eine Erweiterung des für Spiele- und Filmproduktion eingesetzten 3D-Programms Maya von Autodesk. Auch wenn die von RayScale veröffentlichten Bilder wenig spektakulär aussehen, scheint dahinter eine recht interessante Technik zu stecken. LightNow soll sich als Rendering-Engine in Maya einklinken können und per Raytracing die eher aus gerasterten Grafik-Engines wie in Spielen bekannten Funktionen wie HDR und "Global Illumination" beherrschen.

Klassische Raytracing-Szene (Bild: RayScale)
Klassische Raytracing-Szene (Bild: RayScale)
Gerade Letzteres ist für Raytracer eigentlich kein Problem, für Raster-Engines - wie sie allen großen PC-Titeln zugrunde liegen - aber sehr wohl. Das ist einer der Bereiche, in dem 3D-Programmierer gerade intensiv forschen. Ob es Nvidia mit der geplanten Übernahme aber auf die Entwicklung von hybriden Spiele-Engines aus Raster- und Raytracing-Verfahren abgesehen hat, ist derzeit noch nicht abzusehen.

Nvidia engagiert sich nicht nur für Raytracing bei Spielen, ein Thema, das zuletzt Intel durch die nahezu perfekte Skalierung mit mehreren CPU-Kernen in den Vordergrund gerückt hatte. Auch Intels erste Grafikkarte "Larrabee" aus 16 x86-Kernen soll sich sehr gut für die Strahlverfolgung eignen. Nvidia hatte jedoch bereits Ende 2007 die Berliner Softwareschmiede "Mental Images" übernommen, deren auch als "Mental Ray" bekanntes Plug-in für nahezu alle professionellen 3D-Anwendungen von Autodesk 3ds, CATIA bis Maya unter Grafikern für Furore sorgt. Zudem gibt es auch noch den kostenlosen Renderer "Mango" auf Basis von Nvidias Gelato-Schnittstelle als Raytracer für Maya.  (nie)


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Links zum Artikel:
Nvidia (.com): http://www.nvidia.com
PC Perspective: "NVIDIA Acquires RayScale": http://www.pcper.com/comments.php?nid=5674
RayScale: http://rayscale.com/

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