Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0805/59788.html    Veröffentlicht: 19.05.2008 11:44    Kurz-URL: https://glm.io/59788

Breitband-Internet bis Ende 2008 in 58 Prozent der Haushalte

Erstmals mehr als 10 Millionen UMTS-Anschlüsse

In Deutschland verfügt jeder zweite Haushalt über einen schnellen Internetzugang. Damit hat sich die Zahl der Breitbandanschlüsse seit 2003 vervierfacht. Das Land liegt im europäischen Vergleich auf Rang 8. Das gab der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) bekannt. Basis sind neue Zahlen von Eurostat. Die Zahl der UMTS-Anschlüsse steigt zudem erstmals auf über 10 Millionen.

Nach BITKOM-Berechnungen werden Ende 2008 rund 23 Millionen Haushalte (58 Prozent) über einen Breitbandanschluss verfügen. "Für Zuwachs sorgen außerdem sinkende Preise bei gleichzeitig höheren Bandbreiten", sagt BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer.

Rund 96 Prozent aller Breitbandzugänge basierten Ende 2007 auf DSL. Aber auch die Kabelnetzbetreiber hätten ihre Netze in vielen Regionen aufgerüstet. Zum Jahreswechsel gab es nach BITKOM-Schätzungen erstmals mehr als 10 Millionen UMTS-Anschlüsse in Deutschland. In diesem Jahr soll die Zahl um 60 Prozent auf fast 16 Millionen steigen.

BITKOM-Sprecher Marc Thylmann erklärte auf Nachfrage gegenüber Golem.de, was mit "UMTS-Anschlüssen" gemeint ist. "Das sind Mobilfunknutzer, die ein UMTS-fähiges Handy besitzen, und deren Vertrag die 3G-Nutzung zulässt." Ob die Datendienste dann tatsächlich auch genutzt werden, ist allerdings nicht erfasst, so Thylmann. Die zunehmende Datennutzung per Mobilfunk spreche hier aber eine deutliche Sprache.

In Deutschland gibt es rund 800 Kommunen, in denen Breitband nur über Satellit verfügbar ist. "Wenn wir eine generelle Lösung wollen, mit der ein Großteil der ländlichen Regionen preiswert mit schnellen Internetzugängen versorgt werden kann, brauchen wir zusätzliche Frequenzen", forderte Scheer erneut. Nach seinen Angaben würden dafür Frequenzen unterhalb von 1 GHz benötigt. Nur dieser Bereich ermögliche "eine kostengünstige Versorgung großer ländlicher Gebiete". Entsprechende Frequenzen würden aber von den Rundfunksendern beansprucht.  (asa)


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