Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0805/59740.html    Veröffentlicht: 16.05.2008 10:36    Kurz-URL: https://glm.io/59740

Nintendo verliert Patentstreit - 21 Millionen Dollar Strafe

Konsolenhersteller von US-Gericht zur Schadenersatzzahlung verurteilt

Normalerweise legen Spielefirmen viel Wert auf Urheberschutz - aber selbst nehmen Nintendo und Co. es nicht immer so genau mit dem geistigen Eigentum anderer. Ein amerikanisches Gericht hat den japanischen Konzern der Patentverletzung für schuldig befunden und zur Zahlung von Schadenersatz in Höhe von 21 Millionen US-Dollar verurteilt.

Kläger war die texanische Firma Anascape, die bereits 2006 Nintendo und Microsoft auf Schadenersatz verklagt hatte. Beiden Firmen wurde vorgeworfen, gegen Patente von Anascape verstoßen zu haben. Es geht vor allem um das Innenleben der Steuergeräte, etwa die Analogsensoren - die Wiimote-Bewegungstechnik war von dem Rechtsstreit nicht betroffen, wohl aber andere Bestandteile des Wii- und Gamecube-Controllers.

Microsoft hatte Anfang Mai 2008 außergerichtlich einen Vergleich mit dem Kläger getroffen. Nintendo wurde jetzt schuldig gesprochen und muss 21 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 13,6 Millionen Euro) Schadenersatz an Anascape zahlen. Allerdings hat der japanische Konsolenspezialist angekündigt, in Berufung zu gehen, um die Summe deutlich zu reduzieren.  (ps)


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