Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0805/59648.html    Veröffentlicht: 13.05.2008 13:36    Kurz-URL: https://glm.io/59648

Olympus: Interner Stabilisator in neuer Spiegelreflexkamera

Olympus E-520 mit verbessertem Live-View

Kamerahersteller teilen sich in zwei Lager: Die einen verkaufen Objektive mit beweglichen Linsenelementen, die für ein ruhigeres und damit verwacklungsärmeres Bild sorgen sollen, die anderen bauen die Anti-Shake-Maßnahmen direkt in das Gehäuse ein. Für den Fotografen hat letzterer Weg einen gewaltigen Vorteil: Auch alte Objektive können weiter benutzt werden, sind nun aber stabilisiert. Olympus hat nun mit der E-520 eine neue digitale Spiegelreflexkamera vorgestellt, die einen eingebauten Bildstabilisator mitbringt.

Olympus E-520
Olympus E-520
Die neue Olympus E-520 hat wie ihre Vorgängerin, die E-510, eine Auflösung von 10 Megapixeln. Wie gehabt, kommt ein 4/3-Zoll großer Live-MOS-Sensor zum Einsatz. Der Spiegelreflexsucher arbeitet mit einem Pentaprisma und liefert ein Sucherbildfeld von etwa 95 Prozent des Gesamtbildes.

Auch Live-View ist in der neuen DSLR wieder vorhanden. Die Szenerie kann mittels des 2,7 Zoll großen LCDs mit 230.000 Pixeln schon vor der Aufnahme begutachtet werden. Der Fotograf hat nun in dieser Betriebsart die Wahl zwischen einem Kontrast- und Phasenkontrast-AF-System. Über den Live-View-Modus kann eine Vorschau von Belichtungseinstellung und Weißabgleich betrachtet werden. Zur Scharfstellung wurde auch eine Gesichtserkennung eingebaut, die auf dem Bildschirm die erkannten Personen einrahmt. Wahlweise lassen sich auch Gitterlinien einblenden, mit deren Hilfe die Kamera gerade ausgerichtet oder die Bildkomposition genauer kontrolliert werden kann.

Die E-520 kann auch wie eine traditionelle Spiegelreflexkamera bedient werden und verfügt über 11 Messpunkte für die automatische Schärfeeinstellung. Je nach Wunsch kann ein Fokuspunkt manuell ausgewählt werden oder die Arbeit der Kameraelektronik überlassen werden. Die Lichtmessung erfolgt über ein 49 Zonen großes Mehrfeld-Belichtungsmess-System.

Die Kamera ist für Einsteiger und ambitionierte Hobbyfotografen konzipiert: Neben einer Programmautomatik sowie den beiden Halbautomatiken lässt sich auch eine manuelle Wahl aller Parameter treffen. Die Aufnahmeprogramme umfassen 20 verschiedene typische Fotosituationen, zu denen die E-520 wie eine Kompaktkamera die üblicherweise passenden Voreinstellungen vorgegeben bekommt.

Für diverse Einsatzzwecke sind Belichtungsreihen mit sich automatisch verändernden Einstellungen von Belichtung, Fokus oder Weißabgleich relevant. Nicht nur die HDR-Fotografie wird dadurch erleichtert, sondern auch im Makrobereich lassen sich so zuverlässig Bilder machen, von denen zwar viele Ausschuss sein werden, eines oder mehrere jedoch den richtigen "Schärfepunkt" enthalten.

Ein kleiner Aufklapp-Blitz ist ebenfalls enthalten. Er kann die externen Olympus-Blitze FL-36R und FL-50R auch schnurlos auslösen. Die Empfindlichkeit rangiert zwischen ISO 100 und 1.600, wobei auch hier neben einer manuellen Wahl eine Automatikfunktion vorhanden ist. Dasselbe gilt für den Weißabgleich. Selbst die Schatten lassen sich in der Kamera leicht reduzieren, ohne den Rest des Bildes zu beeinflussen.

Antiverwackel-Mechanismus
Antiverwackel-Mechanismus
Die neue Olympus-Kamera kann Sequenzaufnahmen von 3,5 Bildern pro Sekunde für 8 Bilder im Rohbildformat (RAW) hintereinander anfertigen. Danach ist eine kleine Speicherpause notwendig, in der das Fotomaterial vom Zwischenspeicher auf die Karte gesichert wird. Die Olympus-Kamera setzt neben CompactFlash- auch xD- Karten ein.

Optional will Olympus auch ein Unterwassergehäuse nebst Blitz für die Kamera anbieten. Es ist bis zu einer Tiefe von 40 m wasserdicht. Das Kamera-Gehäuse der E-520 misst 136 mm x 91 mm x 56 mm und wiegt leer, also ohne Akku und Speicherkarten rund 475 Gramm. Die Kamera soll ab Juli 2007 für rund 650,- Euro auf den Markt kommen. Mit dem Objektiv "14 - 42 mm 1:3,5 - 5,6" werden rund 700,- Euro verlangt.  (ji)


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