Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0805/59596.html    Veröffentlicht: 09.05.2008 12:21    Kurz-URL: https://glm.io/59596

Onlinebankraub: 1.000 Euro für Zugangsdaten

Auch Kundendaten aus Onlineshops stehen zum Verkauf

Kreditkartennummer und Onlinebanking-Daten sind wertvolle Güter, die laut McAfee im Internet in Einzelfällen für 1.000 Euro und mehr verkauft werden. Einschlägige Seiten im Internet bieten alle nötigen Informationen vom Namen, der Karten- oder Kontonummer über Angaben zur Guthabenhöhe bis hin zu PINs. Dabei variiert der Preis für die Daten je nach Land und Höhe des Guthabens auf den Konten.

Illegale Bankdaten zum Verkauf
Illegale Bankdaten zum Verkauf
Das Ausspionieren von Kreditkartendaten und Zugangsdaten für Onlinebanking ist ein lukratives Geschäft. Dabei werden nicht nur private Rechner geplündert, sondern auch die Backends von Shops sind im Visier der Datendiebe, wie Francois Paget im Blog von McAfee AVERT Labs berichtet.

Die Seiten preisen ihre Ware üblicherweise mit einem Text wie "Top-Daten zu einem höheren Preis als gewöhnlich" an. Zu haben sind Bank-Log-ins verschiedener Länder, der Preis für die Log-ins hängt vom Guthaben des Kontos ab, von der Bank und von dem Land, in dem die Bank aktiv ist. Die Preise liegen zwischen 500,- Euro bei einem Bankguthaben von knapp 8.000 Euro und gehen hoch auf 2.200,- Euro für ein Konto, das mit gut 30.000 Euro gefüllt sein sollte. Doch stellt die angegebene Summe keine Garantie dar, denn in Echtzeit werden die Kontodaten noch nicht angepriesen. Sollte der Raubversuch auf dem Konto misslingen, etwa falls das Log-in nicht funktioniert, weil der wahre Eigentümer sein Konto beispielsweise hat sperren lassen, gibt es die Garantie, binnen 24 Stunden gleichwertige Ersatzdaten zu bekommen.

Doch damit nicht genug: Auch zur Verwaltung von Kundendaten von Onlineshops bekommt man illegal Zugang. Die Backends der Läden sind eine Fundgrube, wo Name, SSN, Adresse, Telefonnummer und Informationen zu britischen oder Schweizer Passnummern hinterlegt sind.  (yg)


Verwandte Artikel:
Magento: Kreditkartendaten von bis zu 40.000 Oneplus-Käufern kopiert   
(19.01.2018, https://glm.io/132267 )
Mutmaßliches Mitglied der Nigeria-Connection festgenommen   
(03.07.2006, https://glm.io/46242 )
BGH-Urteil: Banken dürfen Geld für SMS-TANs verlangen   
(25.07.2017, https://glm.io/129106 )
Betrug: Cuphead-Klon schafft es in den App Store   
(19.12.2017, https://glm.io/131751 )
Incident Response: Social Engineering funktioniert als Angriffsvektor weiterhin   
(25.02.2018, https://glm.io/132972 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/