Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0001/5927.html    Veröffentlicht: 24.01.2000 09:22    Kurz-URL: https://glm.io/5927

Kundenbindung: Websites starten Print-Magazine

Die mittlerweile im deutschen Werbefernsehen alltägliche Werbung für Internetunternehmen beherrscht auch in den USA die Werbeunterbrechungen, doch nachdem sich erste Ermüdungserscheinungen gezeigt haben, setzen große E-Commerce-Unternehmen vermehrt auf andere Formen des Kundenkontakts: Sie starten eigene Printmagazine oder lizenzieren ihre Markennamen an Printverlage.

Beispielsweise geben Haustierdienstleister pets.com und die Auktionsseite eBay Printmagazine heraus, um potentielle Besucher im (glaubwürdigeren) redaktionellen Umfeld anzusprechen.

Doch inhaltliche Burn-Out-Effekte und das Problem der Distribution lassen viele Anbieter zögern, monatliche Hefte herauszubringen: Manche Publikationen erscheinen nicht am Kiosk, sondern werden als kostenlose Beilage verbreitet oder liegen am Point-of-Interest aus. Im Falle von Pets.com sind dies Zoohandlungen oder Wartezimmer von Veterinären.

Die Refinanzierung der Hefte erfolgt in den meisten Fällen durch Werbeeinnahmen oder durch Lizenzeinnahmen, die so direkt für weitere Einnahmeströme der Websites sorgen und den Preisverfall der Onlinewerbung ausgleichen und zum Betriebsergebnis positiv beitragen können.  (ad)


© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/