Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0804/59175.html    Veröffentlicht: 22.04.2008 08:11    Kurz-URL: https://glm.io/59175

eBay: Mit Cookies und Telefon gegen Betrüger

Anruf bei abweichendem Verkäuferrechner

EBay will Betrügern ein Bein stellen, die über gestohlene bzw. ausgespähte Zugangspasswörter Handel treiben. Mit den übernommenen Accounts versuchen Betrüger, unter fremdem Namen Waren zum Verkauf anzubieten und sorgen bei den echten Eigentümern der Zugänge für erheblichen Ärger.

EBay will per Flash-Cookie die Mitgliedskonten denjenigen Computern zuordnen, die regelmäßig für Aktivitäten auf dem Marktplatz genutzt werden. Ab Mitte 2008 startet die zweite Stufe: Wenn man nun seinen Account von einem anderen als dem üblichen Rechner aus nutzt, will eBay sich rückversichern, dass es sich beim Verkäufer auch um den Inhaber des Accounts handelt.

Dazu ruft eBay automatisiert auf der Telefonnummer an, die bei den Kontaktdaten hinterlegt ist und erhält einen Code zur Fortsetzung der Verkaufstransaktion. Ein Hacker könnte das bisher beschriebene System natürlich leicht in die Irre führen und die Kontaktinformationen auf seine Rufnummer ändern. Deshalb prüft eBay, ob diese Daten kürzlich verändert wurden. Dann muss der Verkäufer sich selbst bei eBay telefonisch legitimieren - mit Informationen, die nicht aus den Kontaktdaten auslesbar sind. So will eBay sicherstellen, dass Verkäufer und Kontoinhaber identisch sind. Die Identitätsbestätigung betrifft zunächst nur den Verkaufsprozess. Ob künftig auch Käufer sich im Zweifelsfall anrufen lassen müssen, ist noch offen.

Eine falsche oder nicht mehr aktuelle Telefonnummer und eine Unerreichbarkeit könnten deutliche Verzögerungen beim Verkauf nach sich ziehen. EBay empfiehlt, als zweite Nummer auch die des Handys zu hinterlegen.  (ad)


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Links zum Artikel:
eBay: http://www.ebay.de

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