Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0803/58145.html    Veröffentlicht: 04.03.2008 11:54    Kurz-URL: https://glm.io/58145

Webstandards: Acid3-Test ist fertig

Webkit-Engine besteht derzeit die meisten Tests

Das Web Standards Project (WaSP) hat den Acid3-Test fertiggestellt. Insgesamt 100 kleine Tests, die unter anderem in den Bereichen HTML, CSS, SVG, ECMAScript und DOM2 durchgeführt werden, erwarten aktuelle und zukünftige Browser. Noch besteht kein Browser den Test, aber einige Browserentwickler sind schon an der Arbeit, um gefundene Fehler zu korrigieren.

Acid3-Test
Acid3-Test
Nachdem der Acid2-Test seine Aufgabe weitestgehend erledigt und Fehler in verschiedenen Browsern offengelegt hat, ist es nun Zeit für den neuen Acid3-Test. Im Unterschied zu Acid2 legt der neue Test seinen Schwerpunkt nicht mehr nur auf die Darstellung von CSS und HTML, sondern versucht auch, dem immer dynamischer werdenden Internet gerecht zu werden.

Ganz im Zeichen von "Web 2.0" überprüft der Acid3-Test in insgesamt 100 Einzeltests die Fähigkeiten moderner Browser in verschiedenen Teilbereichen. Um den Test überhaupt zu bestehen, muss ein Browser deutlich mehr unter der Haube haben. Neben CSS, JavaScript und DOM muss der Browser nun auch Scalable Vector Graphics (SVG) unterstützen. Die SVG-Tests sind auf Wunsch von Mitgliedern der SVG Working Group (SVG WG) im Rahmen eines Wettbewerbs mit in den Acid3-Test eingeflossen. Außerdem werden auch schon Teile von CSS3 getestet.

Acid3-Test
Acid3-Test
Laut Ian Hickson, der maßgeblich an der Entwicklung von Acid2- und Acid3-Test beteiligt war, ist der Acid3-Test kein einfach zu bestehender Test. Acid3 ist deutlich komplexer als sein Vorgänger. Einige Entwickler sind schon fleißig dabei, Fehler der Browser auszumerzen, allen voran offenbar das Webkit-Team, dessen Rendering-Engine unter anderem der Unterbau für Apples Safari ist. Hickson ist von dem Webkit-Team durchaus beeindruckt. In nur einem Monat hat es das Webkit-Team geschafft, von 60 Punkten auf 87 Punkte zu kommen und dabei die Darstellungsfehler deutlich zu reduzieren. Hickson gab an, dass die Webkit-Engine an sich sehr gut arbeitet. Er musste für das Webkit-Projekt zusätzliche Zeit investieren, um mehr Fehler zu finden und diese einzubauen, bei anderen Browsern war es in der Regel kein Problem, niedrige Punktestände zu erreichen und dementsprechend viele Fehler im Browser zu entdecken.

Wer seinen eigenen Browser testen will, kann den Acid3-Test nun offiziell nutzen. Da der Test gezielt Schwächen von Browsern ausnutzt, sind Abstürze nicht auszuschließen. Um den Test korrekt durchlaufen zu lassen, sollte zudem der Browser in seinen Standardeinstellungen laufen. Eigenes CSS, Zoomen und Änderungen an der Schrift können den Test beeinflussen.  (ase)


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Links zum Artikel:
Acid3-Test (.org): http://acid3.acidtests.org/
Web Standards Project (.org): http://www.webstandards.org/

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