Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0001/5793.html    Veröffentlicht: 13.01.2000 09:06    Kurz-URL: https://glm.io/5793

Online ohne Gebührenzähler - Flatrates im Test

Nun gibt es auch in Deutschland, worauf alle Vielsurfer schon sehnsüchtig gewartet haben: Internet zum monatlichen Pauschalpreis inklusive aller Telefongebühren, die sogenannte Flatrate. Doch die scharf kalkulierten Preise, die den Internet-Fan freuen, bedrohen die Anbieter; einige mussten schon aufgeben. In seiner aktuellen Ausgabe 02/00 untersucht das Computermagazin c't, für welche Nutzer sich ein Pauschaltarif lohnt.

Besonders Chatter und Online-Spieler tummeln sich gerne lange im Internet. Für sie ist unbegrenzte Online-Zeit ein wichtiges Kriterium. Pauschale Internet-Angebote können Vielsurfern, die im Schnitt mehr als 100 Stunden monatlich im Netz sind, den Internet-Zugang zu einem vergleichsweise günstigen Preis bieten. Provider verlangen die Gebühr allerdings jeden Monat, auch wenn der Kunde den Zugang gar nicht nutzt, weil er beispielsweise im Urlaub ist.

Eine Flatrate würde sich auch als Gemeinschaftsausgabe für eine Wohngemeinschaft oder ein kleines Büro lohnen, doch die gemeinschaftliche Nutzung ist durch die Geschäftsbedingungen der Anbieter ausdrücklich verboten, so c't.

Die Übertragungsgeschwindigkeit stellte sich im Test bei verschiedenen Providern als höchst unterschiedlich heraus. Ein Ärgernis bei allen Flatrate-Angeboten sind die im Vergleich zu den Gebühren herkömmlicher Provider unverhältnismäßig hohen Einrichtungskosten: 49 bis 399 Mark sollen Kunden an den Provider binden und ihre Zahlungsfähigkeit beweisen.

Der Nutzwert eines Flatrate-Angebotes kann übrigens unter seinem zu stark wachsenden Erfolg leiden, erklärt c't-Redakteur Johannes Endres: "Stockt ein Provider die Einwahlports nicht mit steigender Kundenzahl auf, hören immer mehr Anrufer nur ein Besetztzeichen. Die Leitungen müssen ebenfalls ausreichend dimensioniert sein, sonst sinkt die Übertragungsrate unter ein erträgliches Maß."  (ji)


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