Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0801/57361.html    Veröffentlicht: 30.01.2008 17:18    Kurz-URL: https://glm.io/57361

Lexmark verkauft weniger Tintenstrahl-Drucker

Tintenstrahler-Einstieg in den SOHO-Bereich angelaufen

Lexmark hat seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2007 sowie für das Gesamtjahr veröffentlicht. Demnach konnte der Druckerhersteller einen Quartalsumsatz von 1,31 Milliarden US-Dollar bzw. einen Jahresumsatz von 4,97 Milliarden US-Dollar erzielen. Im Quartalsvergleich ist dies ein Minus von 4 Prozent, im Jahresvergleich musste Lexmark ein Umsatzminus von 3 Prozent hinnehmen.

Der Nettogewinn des Quartals belief sich auf 99 Millionen US-Dollar (1,04 US-Dollar pro Aktie) und liegt damit 10 Prozent über dem des Vorjahres. Der Jahresnettogewinn liegt bei 301 Millionen US-Dollar und damit ca. 11,2 Prozent unter dem des Vorjahres.

Das Geschäftskundensegment trug 800 Millionen US-Dollar (plus 4 Prozent) zum Quartalsumsatz bei, der Privatkunden-Bereich hingegen entwickelte sich nicht so rosig.

Lexmark konnte 2007 rund 2,1 Millionen Laserdrucker (minus 3 Prozent) und 12,1 Millionen Tintenstrahldrucker (minus 18 Prozent) verkaufen. Der Vergleich mit dem Jahr 2005 zeigt, wie sich das Geschäft längerfristig entwickelte: Zwar konnten damals nur 2 Millionen Laserdrucker, aber immerhin 18,4 Millionen Tintenstrahler abgesetzt werden.

Laserdrucker sind bei Lexmark dem Geschäftskundenbereich zugeordnet, Tintenstrahldrucker bisher dem Privatkundengeschäft. Letzteres erzielte 509 Millionen US-Dollar Quartalsumsatz und damit 15 Prozent weniger als im letzten Jahr. Auf das Gesamtjahr bezogen stiegen die Umsätze im Geschäftskundenbereich um 5 Prozent auf 3 Milliarden US-Dollar, die Umsätze mit Privatkunden gingen um 12 Prozent auf 1,97 Milliarden US-Dollar zurück.

Künftig will Lexmark aber im Bereich Tintenstrahldrucker auch Segmente erreichen, die dem SOHO-Markt zugeordnet werden. Mit der Professional-Serie hat Lexmark im Januar 2008 bereits passende Modelle vorgestellt. Die All-in-Ones mit größeren Tintenpatronen und einem lebenslangen Telefon-Support umfassen derzeit fünf Modelle, wobei der "Lexmark X9575 Wireless" mit 250,- US-Dollar das teuerste und der "Lexmark X5075" mit rund 100,- US-Dollar das günstigste Gerät der Baureihe ist.

Für das laufende 1. Quartal 2008 erwartet Lexmark gegenüber dem Vorjahr prozentual einstellig sinkende Umsätze und einen Nettogewinn pro Aktie zwischen 0,66 und 0,76 US-Dollar.  (ji)


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