Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0001/5726.html    Veröffentlicht: 07.01.2000 09:09    Kurz-URL: https://glm.io/5726

Billiges Telefonieren - Ende der Fahnenstange?

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist der Verbraucherpreisindex für Telefondienstleistungen im Jahresdurchschnitt 1999 gegenüber 1998 um 11,4 Prozent gesunken. Dabei fielen die Preise für Mobiltelefondienstleistungen um 20,5 Prozent und für Telefondienstleistungen im Festnetz um 10,9 Prozent.

Während im Mobilfunk bereits in den Vorjahren starke Preisrückgänge zu verzeichnen waren - der Indexstand hat sich seit 1995 mehr als halbiert - ist die rückläufige Preisentwicklung im Festnetz in dieser Größenordnung erstmalig zu beobachten. Ursache hierfür sind die starken Preisreduzierungen in den hart umkämpften Teilmärkten für Fern- und Auslandsverbindungen.

Für den durchschnittlichen Privathaushalt haben sich infolgedessen 1999 gegenüber 1998 Inlandsferngespräche um 41,2 Prozent und Auslandsgespräche um 15,5 Prozent verbilligt. Im Dezember 1999 lagen die Preise für Telefondienstleistungen aus Verbrauchersicht um 11,3 Prozent niedriger als im vergleichbaren Vorjahresmonat. Für das Telefonieren im Festnetz wurde eine Jahresveränderungsrate von -11,4 Prozent ermittelt, das Mobiltelefonieren wurde binnen Jahresfrist um 8,3 Prozent billiger. Gegenüber dem Vormonat wurden im Dezember 1999 sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk keine Preisänderungen festgestellt. Im Festnetz blieben damit die Preise für Telefondienstleistungen seit August 1999 unverändert.  (ji)


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