Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0801/57156.html    Veröffentlicht: 22.01.2008 09:27    Kurz-URL: https://glm.io/57156

Franjo Pooths Maxfield meldet Insolvenz an (Update)

Bislang keine offizielle Bestätigung für Insolvenzantrag

Der MP3-Player-Hersteller Maxfield hat nach Informationen des Handelsblatts beim Amtsgericht Düsseldorf einen Insolvenzantrag eingereicht. Die Firma von Franjo Pooth soll angeblich Verbindlichkeiten in Höhe von 14 Millionen Euro haben.

Der Inhaber und Geschäftsführer von Maxfield sowie Ehemann von Verona Pooth soll bereits am Freitag vergangener Woche den Insolvenzantrag eingereicht und am Montag seine Mitarbeiter darüber informiert haben. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es weder durch Maxfield noch von Seiten des Amtsgerichts in Düsseldorf.

Größter Geldgeber von Maxfield sei die Stadtsparkasse Düsseldorf, so das Handelsblatt unter Berufung auf Creditreform. Insgesamt soll das Unternehmen angeblich bis zu 14 Millionen Euro angesammelt haben und Pooth selbst soll mit einem namhaften Millionenbetrag seines Privatvermögens haften, so das Handelsblatt weiter.

Dem Blatt zufolge hatte Maxfield wegen langer Zahlungsziele im Handel, vor allem bei Elektronik-Discountketten, von jeher eine recht dünne Finanzdecke und hohe Außenstände.

Die Geschäfte von Maxfield liefen laut Handelsblatt zuletzt nicht gut. Nach anfänglichen Erfolgen und Marktanteilen von bis zu 12 Prozent in Deutschland bei digitalen Musik-Playern seien die Verkäufe immer weiter gesunken. Auch eine geplante Expansion ins Ausland sei gescheitert, ebenso der Einstieg ins Mobiltelefongeschäft. Zuletzt habe Maxfield nicht einmal mehr gelieferte Ware aus dem Zolllager abholen können, Gehälter aber weiterhin gezahlt.

Nachtrag vom 22. Januar 2008 um 17:20 Uhr:
Mittlerweile hat die Geschäftsleitung der Maxfield teilt bestätigt, dass sie am 18. Januar 2008 die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen beantragt hat. Mit dem Antrag will Geschäftsführer Franjo Poth der gesetzlichen Antragspflicht genügen, denn zusammen mit dem Insolvenzantrag wurde ein bereits in den letzten Wochen erarbeitetes Sanierungskonzept vorgelegt.

Das Amtsgericht Düsseldorf hat Rechtsanwalt Michael Bremen zum vorläufigen Insolvenzverwalter ernannt, der sich nun einen Überblick über die wirtschaftlichen Verhältnisse des Unternehmens, die Chancen der Umsetzung des Sanierungskonzepts und weiterer Sanierungsmaßnahmen macht.

Poth will den Geschäftsbetrieb fortsetzen, "um den Schaden für die Beteiligten möglichst gering zu halten", heißt es in einer E-Mail des Maxfield-Geschäftsführers.  (ji)


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