Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0801/57139.html    Veröffentlicht: 21.01.2008 14:00    Kurz-URL: https://glm.io/57139

Spieletest: Aliens vs. Predator - Survival of the Fittest

Einfallsloses Action-Spiel langweilt auf PSP

Spielumsetzungen zu guten Filmen sind meist eine eher trostlose Angelegenheit. Wenn es sich um Software zu eher schwachen Filmen handelt, muss aber oftmals gar von einer Katastrophe gesprochen werden. Glaubt das Filmstudio nicht an guten Zuspruch an der Kinokasse, wird meist noch weniger Geld und Mühe ins dazugehörige Spiel investiert als ohnehin schon. Jüngstes Beispiel: Aliens vs. Predator - Survival of the Fittest.

Spieler dürfte bereits die Tatsache stutzig machen, dass Aliens vs. Predator - Survival of the Fittest nur für die PSP erhältlich ist - Umsetzungen für andere Systeme hat man sich gleich gespart. Zum Glück, denn so bleiben alle, die keine PSP besitzen, von vorneherein von der Gefahr verschont, diesen Titel zu erwerben.

Bereits die Story ist denkbar simpel gehalten. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Predators und muss in einer amerikanischen Kleinstadt die Aliens und ihre Spuren vernichten. Andere Rollen werden nicht übernommen, und intelligente und überraschende Wendungen im Spielablauf müssen auch nicht befürchtet werden. Stattdessen soll in 3rd-Person-Perspektive recht uninspiriert immer wieder mit einer Hand voll unterschiedlicher Waffen gefeuert werden. Zwar gibt es diverse Sichtmodi und die Option, Kontrahenten in der Ego-Perspektive anzuvisieren, wirklich spannend wird die Hatz mit den einfallslos agierenden Gegnern aber trotzdem nicht.

Die Liste an weiteren Mängeln ist beliebig erweiterbar: Die Level sind einfallslos gestaltet, die Geschichte nicht der Rede wert, die Kamera oft falsch positioniert und die Präsentation bestenfalls durchschnittlich. Ein äußerst unspektakulärer Multiplayer-Modus existiert zwar, allerdings dürfte es schwierig werden, jemanden zu finden, der hier wirklich mitspielen möchte.

Aliens vs. Predator - Survival of the Fittest ist exklusiv für die PSP im Handel erhältlich, hat eine USK-Freigabe ab 16 Jahren und kostet etwa 40,- Euro.

Fazit:
Der neue AvP-Film ging an der Kinokasse unter, dem Spiel dürfte Ähnliches drohen. Und angesichts der Qualität des Titels gibt es auch keinen Grund, warum man das bedauern sollte. Auch als großer Predator- oder Alien-Fan kann von einem Kauf nur eindringlichst abgeraten werden.  (tw)


Verwandte Artikel:
Aliens vs. Predator: Angeblich aktivierbar in Deutschland   
(08.02.2010, https://glm.io/72943 )
Remote Control: Serienklassiker Das Boot wird VR-Antikriegsspiel   
(21.07.2017, https://glm.io/129060 )
Alien Covenant In Utero: Neomorph im VR-Brustkasten   
(27.04.2017, https://glm.io/127518 )
Spieletest: Beowulf - Helden sterben quälend   
(19.12.2007, https://glm.io/56635 )
Spieletest: Scarface - Tony Montana setzt auf Wiimote   
(17.08.2007, https://glm.io/54177 )

Links zum Artikel:
Vivendi Universal Games: http://de.vu-games.com
Vivendi Universal Games (.com): http://www.vugames.com

© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/