Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0801/57128.html    Veröffentlicht: 21.01.2008 09:38    Kurz-URL: https://glm.io/57128

Weiterhin Verzögerungen bei DSL-Umschaltungen

Viele Kunden müssen wochenlang auf Schaltung von DSL-Anschlüssen warten

Wer bei Konkurrenten der Telekom einen DSL-Anschluss bestellt, muss deutlich länger auf die Schaltung warten als Kunden bei der Telekom, berichtet der Focus. Mitunter dauere es mehrere Wochen, bis die Telekom Anschlüsse umschaltet.

So könne es in Einzelfällen mehrere Monate dauern, bis ein DSL-Anschluss eines Telekom-Konkurrenten geschaltet werden kann. "Bei jedem dritten Kunden dauert eine solche Freischaltung derzeit mehr als vier Wochen", schreibt der Focus.

Vertriebsmitarbeiter von QSC weisen Kunden darauf hin, dass für die Schaltung einer Teilnehmeranschlussleitung (TAL) durch die Telekom derzeit rund 12 Wochen einzuplanen seien.

Noch immer sollen mehr als 100.000 Kunden bei Wettbewerbern der Telekom auf die Schaltung von DSL-Anschlüssen warten. Ende Dezember 2007 hat die Bundesnetzagentur den Standardvertrag der Deutschen Telekom AG für den Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL) verändert, in dem die Modalitäten geregelt sind, zu denen Wettbewerber die TAL bei der Telekom bestellen können und zu denen die Telekom diese umschalten muss. Darin sind auch finanzielle Sanktionen festgelegt, sollte die Umschaltung von Leitungen durch die Telekom verzögert werden.

Nachtrag vom 22. Januar 2008, 11:35 Uhr:
Wie QSC gegenüber Golem.de mitteilte, hat sich die Lage seit Ende 2007 deutlich entspannt, allerdings nicht überall. In Berlin soll es noch immer zu Verzögerungen kommen, während in weiten Teilen des Landes die Telekom nun sehr zügig und in vollem Umfang liefere.  (ji)


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