Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0801/57102.html    Veröffentlicht: 17.01.2008 19:42    Kurz-URL: https://glm.io/57102

Toshiba senkt Preise für HD-DVD-Player auch in Deutschland

Weiterhin Inhalte auf HD-DVD

Toshiba ist fest entschlossen, an seiner HD-DVD festzuhalten. Nachdem sich die Mehrheit der Hollywood-Studios mittlerweile für die Blu-ray entschieden hat, sollen nun Preissenkungen für eine größere Verbreitung der HD-DVD sorgen. Der Hersteller geht davon aus, dass die Studios auch weiterhin Filme auf HD-DVD anbieten werden.

Obwohl der Filmkonzern Warner Brother der HD-DVD zugunsten der Blu-ray Disc Lebewohl gesagt hat, hält Toshiba an der HD-DVD fest. Nachdem das Unternehmen in den USA bereits die Preise für die Player gesenkt hat, kündigte Sascha Lange, Marketingleiter Unterhaltungselektronik, an, dass die Geräte auch in Deutschland günstiger werden.

So soll das Einsteigermodell, der HD-EP30, künftig knapp unter 200,- Euro kosten. Das höherwertige Modell HD-EP35 soll für etwas weniger als 300,- Euro zu haben sein. Das sei "nicht als Ausverkauf gedacht, sondern um die Hardware-Basis in den Haushalten zu erhöhen", sagte Lange. Mit einer großen Verbreitung der Player hofft Toshiba, Inhalteanbieter davon zu überzeugen, auch weiterhin Inhalte auf HD-DVD anzubieten.

Laut Toshiba haben sich nicht alle Hollywood-Studios von der HD-DVD losgesagt. "Wir gehen deshalb davon aus, dass es weiterhin Filme auf HD-DVD gibt, auch Blockbuster und Neuerscheinungen", sagte Lange. Aufgrund der Entscheidung von Warner wird es jedoch spätestens ab Juni 2008 noch deutlicher werden, dass die HD-DVD bei der Zahl der Filmerscheinungen hinter dem Konkurrenzformat zurück liegt.

Lange sieht einen großen Vorteil der HD-DVD-Player vor allem in ihrer Netzwerkfähigkeit. So können Nutzer über den Player Bonusinhalte zu Filmen abrufen, mit Freunden chatten oder online einkaufen. Außerdem ist es möglich, Filme aus dem Internet zu streamen. Diese Online-Dienste nutzen nach einer Umfrage der Hollywood-Studios Universal, Paramount und Dream Works rund 30 Prozent der HD-DVD-Besitzer. Das ist zwar auch bei der Blu-ray möglich, aber hier muss beim Player-Kauf darauf geachtet werden, ob auch eine Ethernet-Schnittstelle vorhanden ist, da sie immer noch nicht verpflichtend für Hersteller ist.

Toshiba beziffert seinen Marktanteil bei Standalone-HD-Playern in Europa auf 60 Prozent, in Deutschland sogar auf 70 Prozent. Dabei sind allerdings die als Abspielgeräte nutzbaren Spielekonsolen wie die Blu-ray-fähige PlayStation 3 nicht mit einbezogen. Werden diese mit eingerechnet, dann liegt das Blu-ray-Format nicht nur bei den Geräte-, sondern auch den Filmverkäufen deutlich vor der HD-DVD, so die Blu-ray Disc Association.  (wp)


Verwandte Artikel:
Gegenschlag: HD-DVD-Player zum DVD-Player-Preis (Update)   
(14.01.2008, https://glm.io/56992 )
Universal - Schluss mit HD-DVD-Exklusivität? (Update)   
(11.01.2008, https://glm.io/56971 )
Constantin Film sagt ade zur HD-DVD   
(10.01.2008, https://glm.io/56951 )
Toshiba Portégé X30-E: Business-Notebooks bekommen neue CPUs und doppelten RAM   
(02.03.2018, https://glm.io/133102 )
Toshiba-Notebooks: Reverse-Engineering mit Lötkolben und Pseudocode   
(08.02.2018, https://glm.io/132648 )

Links zum Artikel:
HD DVD Promotion Group (.com): http://www.hddvdprg.com/
Toshiba (.com): http://www.toshiba.com

© 1997–2021 Golem.de, https://www.golem.de/