Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0801/56832.html    Veröffentlicht: 07.01.2008 12:38    Kurz-URL: https://glm.io/56832

CES: Neue Roboter für zu Hause

Sprechende Roboter und fahrende Überwachungskamera

Spätestens seit Sonys robotischem Kuscheltier Aibo erfreuen sich intelligente Maschinen großer Beliebtheit bei Kindern. Der Hersteller WowWee präsentiert in Las Vegas auf der CES 2008 mehrere neue Roboter - für Kinder und Eltern.

Wie in den vergangenen Jahren stellt der Hardwarehersteller WowWee auch dieses Jahr auf der in Las Vegas stattfindenden Elektronikmesse CES eine Reihe neuer Roboter vor. Das in Hongkong ansässige Unternehmen ist auf Roboterspielzeug spezialisiert, darunter robotische Tiere wie das Robopet, der Sonys Aibo gleicht, oder der zweibeinige Roboter-Dino namens Roboraptor. Auch dieses Jahr ist mit "Wrex the Dawg" wieder ein tierischer Roboter unter den Neuvorstellungen, der wie ein aus einem Zeichentrickfilm entsprungener Hund aussieht.

Doch WowWee zeigt in Las Vegas nicht nur tierische, sondern auch humanoide Roboter. Mr. Personality zum Beispiel ist ein kleiner Roboter auf drei Rädern, der mit seinem Nutzer interagiert, indem er ihnen zum Beispiel Witze erzählt oder Spiele mit ihnen spielt. Dort, wo Menschen ein Gesicht haben, hat Mr. Personality einen kleinen Bildschirm, auf dem "animierte und synchronisierte" Gesichtsausdrücke alle seine Aktionen begleiten und ihm nach Angaben von WowWee "Persönlichkeit in allem, was er tut und sagt", verleihen. Vorteil des Persönlichkeitsroboters gegenüber einem menschlichen Freund: Wenn einem seine Persönlichkeit nicht mehr gefällt, lädt man über einen USB-Anschluss oder eine Speicherkarte einfach eine neue.

Weniger ausgefeilt als Mr. Personalitys Mienenspiel dürfte das von Tribot ausfallen, der die Nachfolge des Robosapiens V2 antritt. Von der Gestalt her ähnelt er Mr. Personality, aber wo dieser ein Display hat, verfügt Tribot nur über "animierte Augenbrauen" und über Lämpchen in Augen und Mund, die aber laut WowWee für "ausgeprägte Ausdrücke" sorgen. Dafür hat der Hersteller ihm eine Gefährtin zur Seite gestellt: Femisapien, eine Roboterfrau im poppigen Seventies-Outfit, mit weit ausgestellten Hosen und Blockabsätzen. Während der Tribot seinen menschlichen Herrn ähnlich wie Mr. Personality mit Witzen, Geschichten oder Spielen unterhält, erfreut die Robo-Dame des Hauses mit "eleganten Gesten und Tanzbewegungen", die dank Sensoren synchron zu der Musik aus der Stereoanlage sein sollen.

Weniger kuschelig dürfte es hingegen bei "FlyTech Bladestar" zugehen, einem ultraleichten Hubschrauber für drinnen. Er besteht nur aus einem Rotor und zwei kleinen Propellern zur Stabilisierung. Die Steuerung erfolgt über eine Handfernsteuerung. Damit das Fluggerät immer schön Abstand zu Hindernissen hält und nicht gleich auf dem Jungfernflug die Bilder von der Wand fegt oder die Deckenlampe kappt, ist er mit einem Infrarot-Sensor ausgestattet, der Hindernisse erkennen und umfliegen soll. Für den Fall, dass es doch einmal zum Zusammenstoß kommt, soll der Hubschrauber aber dank sehr flexibler Materialien nicht gleich schrottreif sein.

Damit die lieben Kleinen mit ihren Robocopter auch dann nicht allzu viel Unfug anstellen, während die Eltern auswärts essen oder im Theater sind, hat WowWee für die Eltern gleich den passenden Roboter mit entwickelt: Mit Hilfe von Rovio, einer Webcam auf einem Fahrgestell, können sie sehen, was während ihrer Abwesenheit zu Hause vorgeht. Mit einem PC, einer Spielekonsole und sogar mit dem Mobiltelefon können sie Rovio durch die Räumlichkeiten steuern. Einmal am Ort des Geschehens überträgt Rovio Töne und Bilder drahtlos über WLAN aus dem überwachten Raum. Um den Rovio auch genau zu seinem Ziel dirigieren zu können, ist die Kamera auf Rädern mit einem Navigationssystem ausgestattet. Das erlaubt Rovio auch, selbstständig durch die Wohnung zu partroullieren und sich - wenn der Akku schwächer wird - zur Ladestation zu begeben.  (wp)


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Links zum Artikel:
WowWee (.com): http://www.wowwee.com/

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