Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0710/55387.html    Veröffentlicht: 15.10.2007 15:24    Kurz-URL: https://glm.io/55387

M-Net: Internet mit 100 MBit/s in München

"Netz-Offensive München" sieht schrittweisen Ausbau eines Glasfasernetzes vor

Internetzugänge mit bis zu 100 MBit/s für Privatkunden plant der regionale Telekommunikationsanbieter M-Net in München. Im Rahmen der "Netz-Offensive München" sollen Münchener Immobilien mit Glasfaseranschlüssen angebunden werden, um darüber schnelle Internetzugänge anzubieten.

Im Rahmen eines Piloten sollen in den nächsten Wochen 63 Gebäude mit insgesamt 567 Wohneinheiten der Immobiliengesellschaft GEWOFAG im Stadtteil Neuhausen per Glasfaser angeschlossen werden. 2008 soll das Glasfasernetz dann schrittweise ausgebaut und insgesamt 10.000 Gebäude mit rund 110.000 Wohneinheiten an die neue Infrastruktur angeschlossen werden. Bis 2011 will M-Net etwa 60 Prozent des Münchener Wohnungsbestandes erschlossen haben.

Dabei sucht M-Net einerseits die enge Zusammenarbeit mit Immobiliengesellschaften, anderseits sollen vorrangig die Stadtteile mit der neuen Glasfaser-Infrastruktur erschlossen werden, die eine besonders hohe Dichte an Wohneinheiten aufweisen. "Schwabing, die Isarvorstadt, Neuhausen und Neuperlach werden daher zu den ersten zählen", so Dr. Hans Konle, Vorsitzender der Geschäftsführung der M-net Telekommunikations GmbH.

Bei der sukzessiven Erschließung will M-Net nach der sogenannten Cluster-Bauweise vorgehen, also innerhalb eines Stadtviertels beispielsweise 100, 500 oder auch 1.000 Gebäude bündeln und an das Hochgeschwindigkeitsnetz anschließen. Dabei soll die Infrastrutkur auch für höhere Datentransferraten geeignet sein: Mit der Verlegung von Glasfasern vom Abschlusspunkt im Keller direkt in die Wohnung seien auch Bandbreiten von 1.000 MBit/s realisierbar, so M-Net.

Für den Internet-Zugang bietet M-Net dann das neue Produkt Maxi Deluxe 100000, das einen symmetrischen Internetanschluss mit 100 MBit/s sowie einen Telefonanschluss und eine Internet- und Telefon-Flatrate umfasst. Allerdings will M-Net das neue Hochgeschwindigkeitsnetz auch für andere Netzbetreiber öffnen, so dass diese eigene Angebote auf Basis der Technik realisieren können. Das Investitionsvolumen in die Infrastrukturmaßnahme liegt zwischen 150 und 200 Millionen Euro.  (ji)


Verwandte Artikel:
Glasfaser: M-net schließt weitere 75.000 Haushalte an   
(22.02.2018, https://glm.io/132942 )
Breitbandausbau auf Helgoland: Deutschlands Hochseefelsen bekommt nur Vectoring   
(11.08.2017, https://glm.io/129370 )
Fritzbox 7583: AVM zeigt neuen Router für diverse Vectoring-Techniken   
(23.02.2018, https://glm.io/132954 )
Internet: Gemeinden gegen Rechtsanspruch auf Breitband   
(06.02.2018, https://glm.io/132608 )
Große Koalition: Dorothee Bär könnte Staatsministerin für Digitales werden   
(02.03.2018, https://glm.io/133123 )

Links zum Artikel:
M'Net: http://www.m-net.de

© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/