Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0710/55093.html    Veröffentlicht: 01.10.2007 17:44    Kurz-URL: https://glm.io/55093

Neue SLI-Notebooks für Hardcore-Gamer

Dell XPS M1730 und Cyber-System Q17 Extreme

Sowohl Dell als auch Cyber-System bieten seit kurzem neue schwergewichtige Spiele-Notebooks mit hochauflösenden 17-Zoll-Breitbild-LCDs, ein bis zwei Nvidia-Grafikchips und Intel-Prozessoren. Während Dell auf Dual Core und PhysX sowie ein Zusatzdisplay setzt, sollen beim Cyber-System-Notebook Quad-Core-Prozessoren für Desktop-Systeme für Rechenleistung sorgen.

Das Dell XPS M1730 ist ab 2.599,- Euro inkl. Versand zu haben. Für diesen Preis gibt es einen Intel-Core-2-Duo-Prozessor T7500 mit 2,2 GHz und 2 GByte Dual-Channel-DDR2-RAM. Wer mehr Geld ausgeben will, kann auch eine schnellere CPU auswählen, etwa Intels neue Dual-Core-CPU Core 2 Extreme X7900 mit 2,8 GHz, 4 MByte L2-Cache und 800-MHz-FSB. Dell verspricht in einer Pressemitteilung, dass sie auf bis zu 3,2 GHz übertaktet werden kann.

Jedes XPS M1730 verfügt über ein 17-Zoll-UltraSharp-Breitbilddisplay. Dieses bietet eine Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln (WUXGA), eine Helligkeit von 260 cd/qm und eine Reaktionszeit von 7 ms (grau zu grau). Angesteuert wird das LCD von zwei mittels SLI im Verbund arbeitenden GeForce-Go-8700M-GT-Grafikkarten mit je 256 MByte eigenem Grafikspeicher.

Bei Physik-Berechnungen soll der eingangs erwähnte PhysX-100M-Chip helfen, der allerdings bis dato nur von wenigen Spielen unterstützt wird. Diese müssen dazu auch auf die PhysX-Physik-Engine setzen, wie es etwa bei Unreal Tournament 3 der Fall ist.

Auf einem "GamePanel"-LCD von Logitech, das rechts über der Tastatur platziert ist, lassen sich Spielestatistiken, Systeminformationen wie etwa die aktuelle Bildrate oder beispielsweise auch die Anzahl neuer Mails anzeigen, ohne das Spiel zu unterbrechen. Damit auch im Dunkeln gut gespielt werden kann, gibt es eine Tastaturbeleuchtung.

Dazu kommen eine im Display-Rand integrierte 2-Megapixel-Webcam mit Mikrofon, WLAN nach IEEE 802.11 a/b/g und die üblichen Schnittstellen. Bluetooth gibt es nur gegen Aufpreis hinzu. Das Gehäuse kann mit Farbelementen in Rot, Blau, Weiß oder Grau bestellt werden. Wir lange der Akku hält, sagt Dell zwar nicht, er dürfte jedoch nicht sonderlich lange durchhalten. Dass Dells XPS M1730 aber nicht zum längeren Umherwandern gedacht ist, zeigt schon das laut Produktbeschreibung und von der Ausstattung abhängende Gewicht "ab 4,81 kg".

Das Einstiegsmodell des Dell XPS M1730 bietet eine 250-GByte-Festplatte und einen DVD-Multiformat-Brenner. Gegen Aufpreis gibt es zwei Festplatten im RAID-Verbund oder eine 64-GByte-SSD. Auch ein Blu-ray-Laufwerk steht zur Auswahl bereit, macht aber das System deutlich teurer. Als Betriebssystem ist Windows Vista Home Premium vorinstalliert.

Als Antwort auf Dells neues Spiele-Notebook hat Cyber-System sein Q17 Xtreme vorgestellt. Auch hier gibt es ein 17-Zoll-LCD, ein bis zwei GeForce-8700M-GT-Grafikkarten und Intel-CPUs. Allerdings wirbt der Anbieter mit Quad-Core-Prozessor, mehr Grafikspeicher, bis zu drei Festplatten und auffälligeren, aber optionalen Gehäuseverzierungen.

Das günstigste Modell des Cyber-System Q17 Xtreme kostet 2.399,- Euro. Dafür gibt es das Standard-Gehäusedesign, ein 17-Zoll-WUXGA-LCD, Intels Core 2 Quad Q6600 (4 x 2.40 GHz, 8 MByte L2-Cache, 1.066-MHz-FSB), 2 GByte Dual-Channel-RAM, eine GeForce-8700M-GT-Grafikkarte mit 512 MByte, eine unterdimensioniert erscheinende 80-GByte-Festplatte, einen DVD-Brenner, eine 1,3-Megapixel-Webcam im Gehäuse und eine Notebooktasche. Besser wäre aber vermutlich ein Rucksack, um das ca. 5,4 kg (inkl. Akku) schwere Gerät von LAN-Party zu LAN-Party zu schleppen. Auch hier gibt es keine Angaben zur Akku-Laufzeit, aber dafür den Hinweis: "Wir verwenden keine Sony Akkus."

Weitere Optionen wie Bluetooth, mehr Speicher und schnellere CPUs können hinzubestellt werden. HD-DVD- und Blu-ray-Laufwerke bietet Cyber-Systems für das Gerät nicht an. Ein Betriebssystem ist beim Q17 Extreme zwar ebenfalls nur gegen Aufpreis dabei, dafür muss aber auch nicht zwangsweise Windows Vista gekauft werden, auch Windows XP steht noch zur Auswahl bereit. Gegen Aufpreis gibt es auch nur die über 200 Gehäusefarben sowie die in Handarbeit aufgebrachten fünf kombinierbaren Verzierungen.

Sowohl Dell als auch Cyber-System liefern ihre Geräte laut eigenen Angaben schon aus. Zumindest bei Dell muss aber derzeit mit einigen Tagen bis wenigen Wochen Wartezeit gerechnet werden.  (ck)


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Links zum Artikel:
Cyber-System: http://www.Cyber-System.de
Dell: http://www.dell.de

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