Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0708/54217.html    Veröffentlicht: 29.08.2007 12:13    Kurz-URL: https://glm.io/54217

Parallels: Alles nur geklaut?

Deutsche Firma verklagt Distributor

Die Dresdner Firma Netsys verklagt den deutschen Distributor der Mac-Virtualisierungssoftware Parallels Desktop. Der Vorwurf: Parallels soll die Grundlagen der heutigen Software im Auftrag von Netsys entwickelt haben, dann aber aus dem Vertrag ausgestiegen sein und nun auf diesem Quelltext aufbauende Produkte selbst weiterentwickeln und verkaufen. Sollte das Gericht zu Gunsten von Netsys entscheiden, könnte der Verkauf von Parallels Desktop in Deutschland gestoppt werden.

Ende 2005 tauchte Parallels erstmals mit der Parallels Workstation 2.0 für Windows und Linux auf. Schon damals fiel die Ähnlichkeit zur Serenity Virtual Station auf, doch Parallels erklärte, diese Software für Serenity entwickelt zu haben. Die Geschichte ist in Wirklichkeit aber noch um einiges komplizierter: Die Dresdner Netsys GmbH behauptet, dass die Parallels-Programme direkt auf Quelltext basieren, den Parallels zwar geschrieben hat - jedoch im Auftrag und gegen Bezahlung durch Netsys. In Berlin reichte das Unternehmen daher Klage gegen Avanquest ein, die die Mac-Variante Parallels Desktop in Deutschland vertreiben und lokalisieren.

Von Dresden nach Moskau
Die Geschichte der heutigen Parallels-Produkte begann bereits im Jahr 2000. Einer der beiden Netsys-Geschäftsführer stieß bei seiner früheren Arbeit in einem Systemhaus auf eine Problematik im Sparkassen-Umfeld: Die Sparkassen in den neuen Bundesländern führten nach der Wende Windows ein, während das Verbandsrechenzentrum neue Anwendungen für IBMs OS/2 entwickelte. Ein Umstieg auf OS/2 wäre also nötig gewesen, um diese Programme einzusetzen.

Mit der Idee einer virtuellen Maschine für OS/2 im Hinterkopf wurde so ein Business-Plan ausgearbeitet und die Zusammenarbeit mit VMware begonnen, aus der noch ein erster Prototyp hervorging, bevor die Entwicklungskapazitäten dort auf die Serverprodukte verlagert wurden. Durch erfolgreiche Tests mit dem Prototypen entstand jedoch Interesse seitens der Sparkassen, so dass die Entwicklung von Netsys selbst in die Hand genommen werden sollte. Zur selben Zeit wurde an der TU Dresden eine Diplomarbeit zur Virtualisierung eines x86-Computers (PDF) geschrieben, die den Kern bilden sollte.

twoOStwo
twoOStwo
Die Suche nach einem günstigen Entwicklungs-Team führte schließlich nach Moskau zu der Firma MCD Soft, einem Tochterunternehmen der russischen Börse, das planmäßig nach etwa zehn Monaten einen Prototypen ablieferte - das Programm hieß nun "twoOStwo". Das Projekt sollte anschließend in eine neue Firma überführt werden, die sich schwerpunktmäßig mit Virtualisierung beschäftigte: Parallels OOO, die auch als Ltd auftrat - beides Rechtsformen, die strukturell einer GmbH gleichen.

In dem im März 2002 geschlossenen Vertrag heißt es: twoOStwo für Linux und FreeBSD
Dieser erste Vertrag hatte eine Laufzeit von drei Monaten, doch es folgten noch fünf weitere, größtenteils gleichlautende Verträge für andere Programmierleistungen. Wurde anfangs an einer Version gearbeitet, die nur auf Windows-Systemen lief, ging es in den Folgeverträgen unter anderem um die Portierung auf FreeBSD und Linux, da eine amerikanische Bank diese Funktionen wünschte, und um die Implementierung von Citrix-Unterstützung, eine Anforderung, die eine deutsche Versicherung stellte. Ab Ende 2003 wurde an der Windows-Gast-Unterstützung gearbeitet - bisher war die Software ja nur für OS/2 als Gastsystem ausgelegt. Laut der Golem.de vorliegenden Klageschrift zahlte Netsys auf Grund dieser sechs Verträge insgesamt 209.800,- Euro für die Programmierarbeiten an Parallels.

Parallels-Homepage mit twoOStwo-Download 2004
Parallels-Homepage mit twoOStwo-Download 2004
Doch im Frühjahr 2004 beendete Parallels die Zusammenarbeit mit Netsys. Als Grund für die Trennung nennt die Klageschrift Meinungsverschiedenheiten über die weitere Entwicklung der Software. Infolgedessen soll Parallels die Virtualisierungssoftware twoOStwo mehreren Firmen in Deutschland sowie den USA angeboten haben - rechtswidrig meint Netsys, denn laut Ziffer 1.2 der Verträge hielt Netsys die Rechte an der Software. Zuerst begann Parallels, die aktuelle Version unter www.parallels.ru zum Download anzubieten - wo die Dateien auch heute noch über das Internet Archive zu finden sind.

Serenity nimmt twoOStwo
Parallels fand mit der US-amerikanischen Firma Serenity Systems aber einen neuen Partner, der das Produkt unter dem Namen Serenity Virtual Station bzw. SVISTA anbieten wollte. Doch Parallels trennte sich erneut, diesmal nach kürzerer Zeit, um dann Ende 2005 mit Parallels Workstation für Windows und Linux wieder aufzutauchen. Nun mit neuer Gesellschaftsform (Parallels, Inc.) und .com- anstatt .ru-Domain. Personell soll die neue Gesellschaft mit der alten identisch geblieben sein. Im Januar 2007 - genau einen Tag vor dem ersten Verhandlungstag vor Gericht - wurde bekannt, dass Parallels bereits seit einigen Jahren zu SWsoft gehört, wovon Netsys auch während der Zusammenarbeit nichts erfahren haben will.

Nur fünf Monate nachdem Parallels mit Parallels Workstation 2.0 den Markt im Dezember 2005 betrat, kündigte das Unternehmen eine Version für die neu vorgestellten Macs mit Intel-Prozessoren an und setzte die Versionsnummern fort. Die Software wurde also erst als Parallels Workstation für Mac 2.1 angekündigt und erschien dann im Juni 2006 in der fertigen Version als Parallels Desktop.

Damals war es noch überraschend, dass Parallels nur sechs Monate, nachdem der erste Intel-Mac vorgestellt wurde, eine Virtualisierungssoftware für diese Computer präsentierte - und Virtualisierungsprimus VMware überholte. Angesichts der Vorwürfe von Netsys hingegen schrumpft die Überraschung erheblich: Schließlich lag bei Parallels noch eine FreeBSD-Version in der Schublade und auf Grund des FreeBSD-Kerns in MacOS X ist die Portierung einer Software mit wesentlich weniger Aufwand verbunden, als wenn beispielsweise eine Windows-Version auf Apples Betriebssystem gebracht werden soll.

Seit Parallels 2004 aus dem Vertrag mit Netsys ausgestiegen war, waren mittlerweile zwei Jahre vergangen, in denen der Dresdner Firma die Aktivitäten ihrer ehemaligen Geschäftspartner nicht entgingen. Netsys erzielt mittlerweile keine Erlöse mehr, so dass gerichtliche Schritte durch die beiden Gesellschafter finanziert werden müssen. Nach Beratung mit Anwälten entschieden diese sich daher gegen eine Klage in Russland und warteten, bis Parallels auf dem deutschen Markt aktiv wurde.

Die erste Klage
Bis dahin dauerte es nochmals vier Monate: Im Oktober 2006 gaben Parallels und Avanquest ihre Zusammenarbeit bekannt. Parallels Desktop wurde von Avanquest eingedeutscht und wird hierzulande durch diese Firma vertrieben.

Die Netsys GmbH beantragte daraufhin eine einstweilige Verfügung, um den Verkauf von Parallels Desktop durch Avanquest zu unterbinden. Das Landgericht Berlin gab dem Antrag nicht statt, die Antragsteller werteten den Ausgang für sie dennoch positiv. Denn: Das Gericht folgte im Wesentlichen der Argumentation von Netsys und bestätigte somit vor allem, dass in diesem Fall deutsches Urheberrecht anzuwenden sei. Ein Punkt, in dem der die Netsys GmbH vertretende Rechtsanwalt Dr. Ulrich Möller noch am ehesten Bedenken hatte, ob das Gericht hier derselben Auffassung sein würde, wie er gegenüber Golem.de sagte.

Ferner stimmte das Gericht auch nicht dem Argument der Gegenseite zu, die alte Parallels Ltd und die neue Parallels Inc hätten - trotz selber Geschäftsführung - nichts miteinander zu tun. Auch in der Frage der durch Netsys beanspruchten alleinigen Nutzungsrechte deuteten die Richter an, eher der Argumentation von Netsys zu folgen: "Die Kammer hält es ferner für überwiegend wahrscheinlich, dass der Antragstellerin [Netsys] [...] ausschließliche Nutzungsrechte übertragen wurden." Die einstweilige Verfügung habe das Gericht in erster Linie abgelehnt, da es die Beweise prüfen und einen Sachverständigen hören wollte, was im Verfügungsverfahren nicht möglich ist, so Dr. Möller.

"Zur Feststellung derartiger Übereinstimmungen bedarf es zweingend der Vorlage des Quellcodes. Kompatibilität oder Übereinstimmungen in der Benutzerführung genügen nicht, weil sie auch auf anderen Ursachen als der Übernahme der Programmteile beruhen können", begründet das Gericht seine Entscheidung, den Antrag auf eine einstweilige Verfügung zurückzuweisen.

Die Behauptung, Netsys halte die Rechte an der Software, hatte die Beklagte Avanquest, die durch Parallels Unterstützung erhielt, bestritten: Netsys habe nicht die ausschließlichen Rechte an twoOStwo erhalten, da die Formulierung "alle Rechte" nicht mit ausschließlichen Rechten gleichzusetzen sei. Im Übrigen unterlägen die geschlossenen Verträge russischem, nicht deutschem Recht.

Also reichte Netsys erneut Klage ein, wieder mit dem Antrag, den Verkauf von Parallels Desktop in Deutschland zu unterbinden - da Parallels mit keinem anderen Produkt direkt auf dem deutschen Markt tätig ist, kann sich die Klage zurzeit nur auf das Mac-Programm erstrecken.

Die genauen Vorwürfe
Der Sachverhalt in der Hauptsacheklage bleibt gleich, doch erhält Netsys nun die Möglichkeit, Beweise vorzulegen, um zu untermauern, dass die heutigen Parallels-Produkte direkt auf dem twoOStwo-Quellcode basieren. Dazu führt Netsys in der Klageschrift gleich mehrere Indizien an, die dem Gericht als Beweise vorgelegt bzw. vorgeführt werden sollen:

twoOStwo und SVISTA
twoOStwo und SVISTA
Parallels Desktop ist zu twoOStwo binärkompatibel. Die Virtualisierungssoftware nutzt Festplatten-Container, um virtuelle Festplatten zu erstellen und als einzelne Datei auf der physischen Festplatte des Host-Systems abzulegen. Parallels Desktop unterstützt das Festplatten-Format von twoOStwo, so dass mit twoOStwo erzeugte virtuelle Maschinen auch unter Parallels Desktop laufen. Die Plattform muss nicht identisch sein, ein mit twoOStwo unter Windows erzeugtes Image läuft also auch mit der Mac-Software von Parallels.

Die Kompatibilität zwischen den beiden Programmen geht laut Netsys noch weiter: Virtualisierungssoftware wie Parallels Desktop oder VMware Workstation bringt in der Regel Software mit, die innerhalb des Gastsystems installiert wird, um so beispielsweise eine höhere Bildschirmauflösung nutzen zu können oder Dateien per Drag-and-Drop mit dem Host-System auszutauschen. Eine weitere Funktion dieser Werkzeuge ist häufig der Mauszeiger, der ohne zusätzliche Software bei der Arbeit in einer virtuellen Maschine exklusiv dem Gast zur Verfügung steht und per Tastenkombination wieder herausgelöst wird, um mit dem Host-System weiterzuarbeiten.

Die "OS/2 Tools" von twoOStwo setzen genau diese Mausfunktion um, so dass in der virtuellen Maschine wie in jedem anderen Fenster gearbeitet werden kann, ohne dass die Virtualisierungssoftware den Mauszeiger erst einfangen muss, so Netsys. Damit die Maus des Wirts mitbenutzt werden kann, muss die Schnittstelle zwischen der Virtualisierungslösung und dem Gastsystem definiert werden, so dass es auch nicht möglich ist, die Tools verschiedener Virtualisierungsprogramme untereinander zu tauschen. Die "OS/2 Tools" wurden von Parallels im Auftrag von Netsys entwickelt - und funktionieren noch heute in Parallels. Ein mit twoOStwo erstellter OS/2-Gast läuft also nicht nur in Parallels Desktop, sondern auch der spezielle Maustreiber funktioniert weiter mit der Software.

Alleine die Kompatibilität zu den Festplatten-Containern wäre dabei ohne Zugang zum Quelltext nur schwer umzusetzen, da Netsys die Spezifikationen nicht veröffentlicht habe. Zusätzlich wäre der Aufwand, um ein Dateiformat einer nicht auf dem Markt erhältlichen Software zu unterstützen, ökonomisch wohl kaum zu rechtfertigen, so Netsys. Zumal twoOStwo laut Klageschrift nie auf dem Markt war und es daher auch keine Anwender des Festplattenformates gibt. Auch der Maustreiber ließe sich nur bei vorhandenen Spezifikationen nachprogrammieren. Oder aber, die Funktionen sind eben noch im weiterentwickelten Programmcode vorhanden - eine zufällige Kompatibilität hingegen lässt sich ausschließen, meint Netsys.

Bei anderen aktuellen Virtualisierungslösungen gibt es zwar teilweise eine Kompatibilität, so dass sich auch Festplattencontainer anderer Programme verwenden lassen, dies liegt aber immer darin begründet, dass die entsprechenden Spezifikationen offen gelegt wurden. Sowohl VMware als auch Microsoft taten dies.

Die Klageschrift führt als weiteres Indiz die OS/2-Unterstützung durch Parallels an. So soll twoOStwo seinerzeit, neben Microsoft Virtual PC, die einzige Virtualisierungssoftware gewesen sein, die OS/2 fehlerfrei als Gast nutzen konnte. Und auch heute können nur Virtual PC und die Parallels-Programme OS/2 verwenden - VMware hingegen unterstützt das 2005 von IBM zu Grabe getragene Betriebssystem nicht. Durch die starke Anpassung von OS/2 an die Intel-Architektur soll der Aufwand zur Virtualisierung höher liegen als bei anderen Betriebssystemen.

Da OS/2 aber kaum noch verbreitet ist, behauptet die Klägerin, Parallels würde durch diese Funktion nicht mehr Exemplare seiner Software verkaufen, so dass sich die Implementierung wirtschaftlich wiederum nicht gelohnt hätte. Netsys sieht dies ebenfalls als Indiz dafür, dass die von Parallels für die Dresdner umgesetzte OS/2-Unterstützung auch heute noch in den Parallels-Programmen zum Einsatz kommt.

Ähnlichkeiten zwischen twoOStwo lassen sich ebenfalls an der Programmoberfläche feststellen. Diese ist durch die weitere Entwicklung von Parallels heute natürlich umfangreicher, dennoch gibt es Stellen (siehe Screenshots), an denen auffällige Ähnlichkeiten zu erkennen sind. Sofern in Parallels tatsächlich der twoOStwo-Quelltext steckt, wäre auch klar, woher diese Ähnlichkeit stammt.

Citrix-Unterstützung in Parallels
Citrix-Unterstützung in Parallels
Nennenswert ist darüber hinaus laut Netsys die Citrix-Unterstützung, die Parallels damals für Netsys programmierte, da Netsys wiederum von der Westfälischen Provenzial Versicherung mit dieser Funktion beauftragt wurde. Gemeint ist damit die Unterstützung für die Software Citrix Metaframe, die heute ebenfalls in Parallels vorhanden ist. Die drei dafür verantwortlichen DLL-Dateien aus twoOStwo haben auch heute bei Parallels denselben Namen und sogar die identische Größe. Die Datei ImageTool.exe soll ebenso noch aus der twoOStwo-Zeit stammen, der Name ist derselbe, die Größe hat sich hier durch die Weiterentwicklung geändert. Noch mehr Ähnlichkeiten zwischen twoOStwo und Parallels sollen sogar in der Workstation-Variante für Windows und Linux stecken, gegen die sich die Klage jedoch nicht richtet, da Parallels hiermit auf dem deutschen Markt nicht aktiv ist.

Zusätzlich zu der Binärkompatibilität, die dem Gericht an einem Rechner mit der betroffenen Software vorgeführt werden soll, soll ein Gutachten untermauern, dass diese sich ergeben kann, da der für twoOStwo entwickelte Quelltext weiterverwendet wurde. Als Sachverständiger soll Achim Hasenmüller aussagen, Geschäftsführer von Innotek, die ebenfalls mit VirtualBox im Virtualisierungsmarkt tätig sind und Virtual PC auf OS/2 portierten, als die Software noch von Connectix entwickelt wurde, die später von Microsoft geschluckt wurden.

Im ersten Verfahren hatten die beklagten Parteien entgegnet, die Kompatibilität und die optischen Ähnlichkeiten der Software würden nicht auf einen identischen Programmkern hinweisen. Letztlich habe Parallels nie eine lauffähige Software an Netsys übergeben. Als Beweis würde nur eine Gegenüberstellung der Quelltexte taugen. Darüber hinaus seien Bezüge auf Parallels Workstation hinfällig, da diese Software nicht von Avanquest vertrieben wird.

Aussicht
Ein Verhandlungstermin für das Hauptverfahren steht noch nicht fest und auch das Verfahren kann sich laut Rechtsanwalt Dr. Möller noch hinziehen. Zweifel am Erfolg der Klage hegt er hingegen nicht, vor allem da das Gericht nach seiner Einschätzung der grundsätzlichen Argumentation schon im Verfügungsverfahren folgte. Letztlich könnte ein Verkaufsverbot für Parallels Desktop in Deutschland auch als Grundlage für Klagen in anderen Ländern dienen, so Dr. Möller. Über weitere Schritte würde aber erst entschieden, wenn das aktuelle Verfahren beendet ist.

Die Frage ist allerdings, ob Netsys die Zweifel des Gerichts ausräumen kann. Dies sei nur durch den Vergleich beider Quellcodes und gegebenenfalls einer ergänzenden Stellungnahme eines Sachverständigen auszuräumen, so das Gericht in seinem Urteil. Eine Vorführung des Programms könne "keinen Aufschluss über die sich unter sichtbaren Benutzeroberfläche vollziehenden Abläufe im System" geben.

Avanquest als direkt durch die Klage Betroffener wollte den Fall gegenüber Golem.de nicht kommentieren. Parallels selbst ließ verlauten, dass die Klage jeder Grundlage entbehre. Weiter wollte Parallels nichts dazu sagen, betonte aber, dass weder die Entwicklung noch der Verkauf der eigenen Produkte beeinträchtigt sei.

Dass Parallels selbst den Fall intern nicht ganz so locker sieht, wie nach außen dargestellt, zeigt sich vielleicht darin, dass zu der Verhandlung im Verfügungsverfahren auch Teile der Geschäftsleitung von Parallels nach Berlin reisten und mit zusätzlichen Anwälten als Streithelfer auftraten.  (js)


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Links zum Artikel:
Avanquest: http://www.avanquest.de/
Parallels (.com): http://www.parallels.com/

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