Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0707/53649.html    Veröffentlicht: 23.07.2007 11:42    Kurz-URL: https://glm.io/53649

Sieben Schubladen für Internet-Nutzer

SevenOne Interactive veröffentlicht "@facts extra - Online-Nutzertypen 2007"

Der Werbevermarkter von ProSiebenSat.1 versucht in seiner Studie "@facts extra - Online-Nutzertypen 2007" Internet-Nutzer nun in sieben statt bisher fünf "Nutzertypen" einzusortieren. Über die Hälfte der Internet-User zählt dabei zu Nutzergruppen, die es in dieser Form im Jahr 2002 noch nicht gab.

Die Ergebnisse der @facts-Studie zeige, wie stark sich das Internet in den vergangenen fünf Jahren verändert hat, so SevenOne Interactive. Forciert durch die Web-2.0-Plattformen gehe der Trend in Richtung Entertainment, Kommunikation, User Generated Content und Games.

Die repräsentative Studie (Basis: 1.500 Internet-Nutzer ab 14 Jahre) unterscheidet sieben in sich recht homogene Nutzergruppen, die mit Hilfe einer Clusteranalyse ermittelt wurden. Die Befragungen wurden in den Monaten Dezember 2006 und Januar 2007 von Forsa telefonisch durchgeführt. Als Unterscheidungs-Kriterien wurde dabei die Online-Interessen, die Internet-Nutzung, das E-Commerce-Verhalten, die Freizeitaktivitäten sowie soziodemographische Merkmale herangezogen.

Die Gruppe der so genannten "Multi-Interest & User Generated Content"-Surfer (15,7 Prozent der Befragten) hat eine hohe Affinität für den neuen Bereich des nutzergenerierten Inhalts. So haben bereits 42 Prozent dieser Nutzer selbst Inhalte ins Internet gestellt. Im Durchschnitt ist diese Gruppe 40 Jahre alt, männlich, gut gebildet und besser verdienend. Ihre vielseitigen Interessen zeigen sich vor allem in der Nutzung von Angeboten wie Nachrichten, Politik, Wirtschaft und Börse.

Die Nutzergruppe "Entertainment & Communication" ist dagegen eher weiblich, relativ jung (im Durchschnitt 28,8 Jahre) und an allem interessiert, was Unterhaltung verspricht. Das Internet nimmt einen wichtigen Stellenwert in ihrem Leben ein, verbringen sie doch täglich rund 155 Minuten im Netz. Dabei spielt die Kommunikation in Form von Chats, Foren, Communitys, Dating und Instant Messaging eine starke Rolle.

Die jüngste Gruppe (Durchschnitt: 27,7 Jahre) ist die Gruppe "Fun & Games". 18,1 Prozent der Befragten gehören zu diesem Typus, der mehrheitlich männlich ist und ebenfalls sehr viel Zeit im Internet verbringt. Im Durchschnitt surfen diese Nutzer 152 Minuten täglich, die Spieler unter ihnen verbringen davon 62 Minuten mit Online-Games.

Doppelt so viele Männer wie Frauen sind Surfer des Typs "Music & Video", die sich im Web auch fast ausschließlich für diese beiden Bereiche interessieren. E-Commerce-Angeboten gegenüber sind sie überdurchschnittlich aufgeschlossen, gekauft werden hier hauptsächlich Bücher sowie CDs und DVDs.

Als "Free Time Planner" bezeichnet die Studie eine Nutzergruppe, die das Internet insbesondere zur Freizeitplanung nutzt. Sie ist im Durchschnitt 44,3 Jahre alt und männlich. Drei Viertel dieser Gruppe hat bereits über das Netz gekauft: An der Spitze stehen Bücher aber auch Produkte rund um die Freizeitgestaltung wie Reisen, Tickets oder Hotelbuchungen.

Die Gruppe "Service, Shopping und Lifestyle" sei sehr kaufkräftig, so die Studie weiter. Sie verfüge über das höchste Durchschnittseinkommen aller Nutzer. Die Geschlechteraufteilung ist gleichmäßig. Besonderes Interesse besteht hier für das Einkaufen im Internet. Doch nicht nur Bücher gehören zu den gerne gekauften Produkten, sondern auch Kleidung und Schuhe sowie Schmuck und Uhren, Spielzeug oder auch Pauschalreisen.

Die größte Gruppe stellen die "Low Interest"-Nutzer (22,1 Prozent) mit eher schwach ausgeprägtem Interesse. Selbst die beliebteste Funktion des Internets, das E-Mailen, nutzen nur 53,6 Prozent davon. Auch hier ist das Geschlechterverhältnis ausgeglichen. Mit einem durchschnittlichen Alter von 45,4 Jahren sind sie die ältesten Online- Nutzer.  (ji)


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