Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/9911/5354.html    Veröffentlicht: 30.11.1999 17:37    Kurz-URL: https://glm.io/5354

Deutsche Telekom strukturiert den Konzern neu

Die Deutsche Telekom strukturiert ihre Niederlassungen neu: Die Einführung einer schlankeren und effizienteren Struktur des Bereichs Technik Netze sorgt dafür, das die bislang 39 Niederlassungen zu 13 Standorten zusammengefasst werden, gab Vorstand Gerd Tenzer bekannt. Zur Entspannung des internen Arbeitsmarktes wird der Sitz dieser Einheiten in der Regel außerhalb der Ballungsräume eingerichtet.

Die Führungsebene der Telekom wird deutlich schlanker werden: Von derzeit 900 Führungskräften sollen nur 400 übrig bleiben. 4000 Stellen im mittleren Management werden abgebaut. Die resultierenden Einsparungen sollen jährlich 500 Millionen DM betragen, schreibt der Spiegel.

Die Deutsche Telekom erwartet durch die Neustrukturierung neben den finanziellen Einsparungen Synergieeffekte durch schlankere Strukturen und Prozessoptimierungen. Die Zahlen der Ausbildungsplätze soll um 1000 zusätzliche Stellen aufgestockt werden.

Die Call Center-Aktivitäten sollen für Kunden im Mobilfunk- und Internetbereich aufgestockt werden. Bei Operatordiensten soll aus Kostengründen zukünftig auch auf externe Dienstleister zurückgegriffen werden.

"Mit den [...] Maßnahmen setzen wir den personellen Umbau des Konzerns konsequent und sozialverträglich fort. Nur die ständige Anpassung der Strukturen an die Kundenbedürfnisse erhält die Wettbewerbsfähigkeit der Deutschen Telekom auf den nationalen und internationalen Märkten und sichert auf Dauer innovative zukunftssichere Arbeitsplätze", so Dr. Heinz Klinkhammer, Vorstandsmitglied Personal und Recht.

Der Konzern will die Umstrukturierung am 1. Januar 2000 starten, bis Ende des Jahres sollen die Maßnahmen abgeschlossen sein.  (ad)


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