Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0707/53464.html    Veröffentlicht: 13.07.2007 09:44    Kurz-URL: https://glm.io/53464

Fallout 3: Erster Blick auf das Action-Rollenspiel

Taktik-Rollenspiel von Bethesda erinnert an Oblivion

Auf der E3 2007 gab das Spielestudio Bethesda Softworks erstmals Einblick in das in Entwicklung befindliche Rollenspiel "Fallout 3". Dass Fallout 3 auch Fallout 3D heißen könnte, ist bereits bekannt - und wenn der erste Eindruck aus der fast einstündigen Präsentation nicht trügt, dann werden die Entwickler die ruhmreiche Taktik-Rollenspielserie - die Isometriegrafik verwendetete - erfolgreich in das aktuelle Jahrtausend bringen.

Fallout 3
Fallout 3
Das Spiel beginnt im sagenumwobenen Vault 101, der als einziger Riesenschutzbunker seit dem vor 200 Jahren beendeten Atomkrieg ungeöffnet blieb. So überdauerten seine Bewohner nicht nur den Fallout, sondern auch die daraufhin stattfindenden Kriege der Überlebenden in und um Washington D.C. Der Spieler startet als Baby und wird in mehreren Phasen (Baby, 3 Jahre, 6 Jahre, 10 Jahre, 16 Jahre) spielerisch mit der Bedienung vertraut gemacht. Dabei legt er auch seine Attribute, Fertigkeiten und nicht zuletzt sein Aussehen fest. Mit 19 ist es dann soweit: Der Spieler versucht, seinen Vater zu finden, der kürzlich aus dem Vault verschwunden ist. In schönstem 3D erkundet er die kaputte, aus Dreck, Blechhütten und Trümmern bestehende postapokalyptische Welt.

Fallout 3
Fallout 3
Fallout 3 spielt sich ungefähr wie Oblivion, das heißt es gibt eine große Welt zu entdecken, die zu etwa 25 Prozent aus Downtown Washington D.C. besteht. Allerdings verspricht Bethesda, weniger auf Masse und mehr auf Klasse zu setzen, das heißt weniger Missionen und weniger Charaktere, die aber jeweils ausgefeilter und tiefgründiger sind. So bleibt es dem Spieler überlassen, ob er den Ort Megaton mit einer übrig gebliebenen Atombombe restlos vernichtet - was übrigens, für alte Fallout-Fans, den Karma-Wert ins Bodenlose sinken lässt - oder die dazugehörige Verschwörung bekämpft.

Fallout 3
Fallout 3
Das Rollenspiel-Vermächtnis von Fallout 1 und 2, die beide extrem auf zahlreiche teils aberwitzige Fertigkeiten setzten, scheint tatsächlich voll ins Spiel integriert zu werden. So ist man in den Multiple-Choice-Gesprächen durch seine Diplomatiefähigkeiten begrenzt, kann technische Geräte nur mit dem richtigen Skill bedienen, übersteht die allgegenwärtige Radiokativität besser oder schlechter.

Fallout 3
Fallout 3
Selbst beim Kämpfen ist nicht alles Action, was zunächst danach aussieht: Zwar muss man gut und sicher zielen und schießen, aber ob der Schuss dann tatsächlich trifft, wird ausgewürfelt: Je besser die Fähigkeit mit der Waffe umzugehen desto höher die Chance zu teffen. Und das Vault Assisted Targeting System (kurz V.A.T.S.) ist eine Art Pausenfunktion, bei der man wie in den Vorgängern bestimmte Körperteile mit eingeblendeter Prozentchance gezielt anvisieren kann, unter Verbrauch von APs (Action Points). Wie viele APs man haben wird, und wie schnell sich diese regenerieren, daran arbeitet Bethesda noch. Man wird diesen Modus aber vermutlich in jedem größeren Kampf ein bis dreimal einsetzen können.

Nach der Präsentation war der Schreiber dieser Zeilen sehr angetan und wünschte sich, es wäre bereits Herbst 2008. Dann soll das Fallout 3 nämlich erscheinen. [von Jörg Langer]  (ji)


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Links zum Artikel:
Bethesda (.com) - Fallout 3: http://fallout.bethsoft.com/

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