Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/9911/5319.html    Veröffentlicht: 26.11.1999 09:54    Kurz-URL: https://glm.io/5319

NetObjects entlässt alle Mitarbeiter

Ende November 1999 entlässt Net-Objects alle 245 Mitarbeiter - um sie einen Tag später wieder einzustellen.

Durch die radikale Massenentlassung will das Unternehmen sich seine Kultur des Wandels vergegenwärtigen. "Wir müssen uns und unsere Arbeit ständig in Frage stellen", erklärt Präsident und CEO Samir Arora, "die Internet-Märkte, in denen wir uns bewegen, sind derart dynamisch, dass praktisch täglich neue Spielregeln entstehen und die Überlegungen des Vortages manchmal völlig zunichte machen."

"Man darf in dieser Branche auf keinen Fall am Gestern festhalten", unterstreicht Arora, "sondern muss Altes stets überdenken. Wer dazu nicht in der Lage ist, kann im weltweiten Konkurrenzkampf nicht bestehen."

Die Pro-Forma-Kündigungen sollen für jeden Einzelnen ein Anstoss sein, über seine Wandlungsfähigkeit und seinen Wandlungswillen zu reflektieren, so, als würde er jeden Tag in einem neuen Unternehmen anfangen. Damit einhergehend sollen die Mitarbeiter auch über ihre wechselnden Aufgaben im Unternehmen nachdenken.

"Am Tag der Wiedereinstellung kann jeder auf seiner Visitenkarte neben seinem offiziellen Titel auch seinen Wunschtitel angeben", sagt Arora, "dieser schriftliche Beleg soll die unterschiedlichen Rollen, die er regelmäßig neu einnehmen muss, nochmal verdeutlichen."

Arora: "Wer die Veränderung nicht liebt, hat in der Internet-Branche nichts zu suchen."  (ji)


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