Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/9911/5316.html    Veröffentlicht: 26.11.1999 09:48    Kurz-URL: https://glm.io/5316

Schönheit im Netz: Abea.de geht online

Das Internet gilt als körperloses Medium - aber zum Glück sind die Teilnehmer noch nicht so vergeistigt, dass ihnen eine körperliche Existenz abgesprochen werden kann. Der Werber interpretiert diesen Umstand so: Die Zielgruppe für die Beauty-Branche ist online.

Das Internet-Angebot Abea.de versteht sich als "Beauty- Community", die sich eben dieser Zielgruppe angenommen hat. Hinter dem Angebot mit dem vokalgesättigten Namen stehen fünf junge Unternehmer aus Köln, die auf www.abea.de exklusive Pflegeprodukte und Accessoires anbieten wollen. Natürlich wird das Angebot trendgemäß in eine Gemeinschaft (neudeutsch Community) eingkleidet: "Unsere Website ist auf den bisher völlig unbefriedigten Bedarf der jungen Generation in Sachen Beauty eingestellt", erklärt abea-Mitgründer Jan Webering.

Er erwartet eine "explosionsartige Nachfrage", wenn der Verkauf im großen Stil losgeht.

Damit gibt es allerdings ein kleines Problem: Noch dürfen die Fünf in der virtuellen Welt nicht verkaufen. Die Duftwasser-Hersteller knebeln die Branche mit so genannten Depotverträgen. Darin enthalten sind Vorschriften über die Art, Menge und Präsentation der Parfümerie- Artikel, und Zuwiderhandlungen werden mit dem Entzug der Verkaufserlaubnis bestraft. Von Onlineshops steht da nichts drin.

Das ficht die fünf Kölner allerdings nicht an: Mutig kündigen sie an, demnächst das umfangreichste Parfum- und Pflegemittelangebot im deutschsprachigen Internet anzubieten. Wenn's los geht, dann richtig: die bestellte Ware soll versandkostenfrei an den Besteller verschickt werden.

Die Abea AG wurde von fünf Jungunternehmern im Alter zwischen 24 und 31 Jahren gegründet: Patrick Bierbaum, Malte Brunotte, Marcel Meyer, Thomas Lüer und Jan Webering. Neben betriebswirtschaftlicher Kompetenz sind im Gründerteam auch juristische und technologische Fähigkeiten versammelt.  (ad)


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