Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/9911/5307.html    Veröffentlicht: 26.11.1999 09:20    Kurz-URL: https://glm.io/5307

GigaPixel: Revoluzzer der Grafikchipentwicklung

Newcomer: GigaPixel
Newcomer: GigaPixel
Die GigaPixel Corporation , eine Firma aus Santa Clara, California, zeigte auf der Comdex Fall'99 3D-Karten mit ihren Giga3D-Core-Chip. GigaPixel beschränkt sich auf die Entwicklung eigener 3D-Kerne, die Grafikkartenhersteller in Lizenz zu vollwertigen 3D-Karten weiterentwickeln.

Giga3D benutzt eine neue Rendering Architektur, die erheblich weniger Speicherplatz und -bandbreite benötigt, da weniger Lese- und Schreibzugriffe für Z Buffer, Frame Buffer und Texturen nötig sind und auch weniger Daten im Grafikspeicher zwischengelagert werden müssen. Zusätzlich rendert der Giga3D nur die wirklich sichtbaren Teile einer Szene, was die Performance der Karte deutlich erhöht.

Genau wie der VSA-100 Chip von 3dfx, bietet der Giga3D Full-Scene Anti-Aliasing ohne Geschwindigkeitseinbußen. GP-1, so der Name der ersten GigaPixel Chipgeneration, hat noch keine anderen besonderen 3d Effekte, ist allerdings auch schon ein Jahr alt.

Trotzdem braucht der GP-1 den Vergleich mit der Konkurrenz nicht zu scheuen, ist seine Geschwindigkeit doch selbst für heutige Verhältnisse hervorragend. Nach Angaben von GigaPixel soll ein GP-1 ca. 1,6 GigaTexel pro Sekunde liefern, dieser Wert liegt über den 1,47 GigaTexel pro Sekunde einer Voodoo5 6000, die 4 parallel geschaltete VSA-100 Chips von 3dfx benutzt.

Grafikkarten, die auf dem GP-1 basieren, werden jedoch nie erhältlich sein. Stattdessen sollen nächstes Jahr die ersten Karten auf Basis des neuen GP-2 erscheinen, der Anfang dieses Jahres fertiggestellt wurde. Der GP-2 liefert noch höhere Füllraten im Bereich von 6 GigaTexel pro Sekunde, weit mehr als das, was die Konkurrenz derzeitig und in den nächsten Monaten bieten wird. Voraussichtlich werden auch zusätzliche 3D-Effekte in den GP-2 implementiert, über Details schweigt sich GigaPixel bisher allerdings noch aus.

Die Füllraten des Chips konnten leider noch nicht von unabhängigen Dritten getestet werden, sodass man der Korrektheit der Daten von GigaPixel vertrauen muss. Glaubt man Industrie-Insidern, wird die GigaPixel Corp. in den nächsten Monaten noch für viel Aufruhr sorgen. [Von Fabian Thylmann]  (ck)


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