Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0706/52660.html    Veröffentlicht: 05.06.2007 08:44    Kurz-URL: https://glm.io/52660

Studie: IT-Kräfte verdienen 3 Prozent mehr als im Vorjahr

Ausbildungsniveau steigt

Die Jahresbezüge von Führungs- und Fachkräften der Informationstechnologie sind um durchschnittlich 3 Prozent gestiegen. Derzeit verdienen IT-Führungskräfte im Schnitt ein Jahresgesamtgehalt von 105.000 Euro, während eine Fachkraft der IT im Durchschnitt 60.000 Euro erhalte, so das Ergebnis der Vergütungsstudie "Führungs- und Fachkräfte in der Informationstechnologie 2007" der Managementberatung Kienbaum.

Die Studienreihe geht mittlerweile ins 34. Jahr, 192 Unternehmen beteiligten sich daran und sie enthält Vergütungsangaben zu 5.682 Einzelpositionen von Führungs- und Fachkräften in der Informationstechnologie.

Die Spannen sind allerdings recht weit. Auf Ebene der leitenden Führungspositionen liegt die Gehaltsspanne bei 84.000 Euro bis 117.000 Euro jährlich. Daran knüpft das Jahresgesamtgehalt der fachkräftigen Kollegen mit 49.000 Euro bis 71.000 Euro an. Die Personalverantwortung steigt tendenziell mit der Größe des Unternehmens bzw. der Abteilung. Ein "Leiter des IT Management" erhält in einem Betrieb von bis zu 100 Mitarbeitern ein durchschnittliches Jahresgehalt von 95.000 Euro. Mit über 5.000 Mitarbeitern verdient er auf gleicher Position durchschnittlich 169.000 Euro im Jahr.

Die variablen Vergütungsbestandteile werden immer beliebter. "Durch die Verbindung von Unternehmenserfolg und Vergütung fördert sie die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen und ihrer Aufgabenstellung", so Christian Näser von Kienbaum. 78 Prozent aller IT-Führungskräfte und 55 Prozent aller IT-Fachkräfte erhalten eine variable Vergütung. Dazu zählen unter anderem Prämien, Tantiemen, Boni und sonstige Sonderleistungen. Im Vorjahr betrug die durchschnittlich ausgeschüttete Höhe 17.900 Euro für eine Führungskraft bzw. 6.800 Euro für eine Fachkraft. Das entspricht 18 Prozent bzw. 10 Prozent des Gesamteinkommens von Führungs- und Fachkräften.

Neben den fachlichen und personellen Verantwortlichkeiten sind auch geographische Gegebenheiten gehaltsbeeinflussend. So verdienen Beschäftigte in Großstädten und Ballungsräumen (Düsseldorf, Köln, Hamburg, Frankfurt und Berlin) am meisten. In den neuen Bundesländern liegt das Durchschnittsjahresgehalt 80 Prozent unter dem West-Niveau.

Führungskräfte sind der Studie zufolge immer höher gebildet. Der universitäre Abschluss inkl. Promotion dominiert mit 51 Prozent gegenüber anderen Abschlüssen. Bei den IT-Fachkräften sind es 33 Prozent, die einen Uni-Abschluss vorweisen können.  (ad)


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