Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0705/52334.html    Veröffentlicht: 16.05.2007 15:38    Kurz-URL: https://glm.io/52334

Skype für MacOS X mit alten Neuerungen und einer Neuheit

Viele Funktionen aus der Windows-Version in MacOS-X-Ausführung integriert

Die VoIP- und Instant-Messenger-Software Skype gibt es für MacOS X ab sofort in der Version 2.6 zum Download. Viele nur von der Windows-Version bekannte Funktionen stehen nun auch auf der Mac-Plattform von Skype bereit. Immerhin eine Skype-Neuerung gibt es derzeit ausschließlich für die Mac-Welt: das Weiterreichen eines Anrufes zu einem anderen Skype-Nutzer.

Mit der derzeit nur in der Mac-Ausführung von Skype zu findenden Funktion "Call Transfer" kann ein laufender Skype-Anruf an einen anderen Skype-Nutzer übergeben werden. Später soll diese Funktion auch in Skype-Versionen für andere Plattformen integriert werden. Einen Termin nannten die Skype-Entwickler dafür aber nicht.

Aus der Windows-Version von Skype sind die übrigen Neuerungen der Mac-Ausführung von Skype schon länger bekannt. So enthält nun auch die Mac-Variante die Funktion Skype Prime, worüber sich Nutzer Skype-Anrufe vergüten lassen können, um darüber Dienstleistungen anzubieten. Neben Sprachtelefonaten lassen sich darüber auch Videoanrufe abrechnen. Die Abrechnung erfolgt entweder pro Anruf oder minutenweise.

Bezahlt wird über ein Skype-Kredit-Konto, von dem die Gebühren abgezogen und dem Angerufenen übertragen werden. Allerdings erhält der Angerufene die Skype-Kredite nicht direkt, weil diese zunächst in einer so genannten "holding box" gelagert werden. Diese werden dann über PayPal ausbezahlt. Der Anrufer muss sich also für diesen Dienst ein Skype-Kredit-Konto einrichten und der Angerufene muss in einem Land leben, das eine Auszahlung per PayPal erlaubt.

Nach Skype-Auffassung könnte dieser Dienst eine Konkurrenz zu herkömmlichen Premium-Diensten im Festnetz- und Mobilfunkgeschäft werden. Als Vorteil preist Skype an, dass der Dienst länderübergreifend angeboten werden kann. Im Festnetz- und Mobilfunkbereich muss pro Land immer eine separate Rufnummer angemeldet werden. Nach wie vor befindet sich der Dienst Skype Prime im Beta-Test.

Zudem zeigt der Instant-Messenger-Bereich von Skype nun Tippen-Hinweise und informiert so darüber, dass ein Kontakt gerade dabei ist, eine Nachricht zu schreiben. Wartet man etwa auf eine Antwort eines Chat-Partners, sieht man so, dass er an einer Antwort schreibt. Diese seit langem übliche Funktion aus der Instant-Messenger-Welt hält nun also auch in der Mac-Ausführung von Skype Einzug.

Zu den weiteren Neuerungen zählen eine automatische Update-Funktion, die Nutzung von DTMF-Tönen in Skype-Gesprächen sowie die Möglichkeit, sich an öffentlichen Chats zu beteiligen. Da die Entwicklung von Skype je nach Betriebssystem sehr unterschiedlich abläuft, sorgen die verschiedenen Versionsnummern für starke Verwirrung auf Seiten des Nutzers. Auch wenn Skype 2.6 für MacOS X viele Funktionen der Windows-Version 3.1 beherrscht, so fehlen doch einige Möglichkeiten der Windows-Variante. Beispielsweise ist der Zugriff auf den Suchkatalog SkypeFind nicht enthalten, mit dem man Firmen innerhalb eines Umkreises bequem finden können soll.

Skype 2.6 für MacOS X steht ab sofort zum Download bereit.  (ip)


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