Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0702/50646.html    Veröffentlicht: 20.02.2007 17:16    Kurz-URL: https://glm.io/50646

Jimdo: Konkurrent zu Googles Webseitentool Page Creator

100 MByte Webspace, YouTube-Anbindung und umfangreiche Galeriefunktionen

Mit Jimdo hat die Hamburger Firma NorthClick GmbH einen Konkurrenten zu Googles Page Creator erschaffen und ermöglicht ebenfalls die einfache Erstellung von Webseiten im Browser. Neben einem kostenlosem Angebot mit Gästebuch, umfangreichen Galeriefunktionen und Schnittstellen zu YouTube gibt es auch ein kostenpflichtiges Angebot, das unter anderem mit einer Domain und mehr Speicher aufwartet.

Jimdo
Jimdo
Bereits kurz nach der Anmeldung steht die Seite unter nutzername.jimdo.com bereit und der Nutzer kann sich mit einigen Vorlage-Seiten wie etwa einer Fotogalerie in Flash oder einem (funktionsfähigen) Gästebuch etwas umschauen.

Auf den ersten Blick macht Jimdo einen guten Eindruck. Dem Nutzer stehen über 20 Designvorlagen zur Verfügung, die sich noch ein wenig manipulieren lassen. So können Textausrichtung, Hintergrundbild und Abstände global definiert und auch die Schriftart über alle Seiten festgelegt werden.

Layoutmanipulation
Layoutmanipulation
Die Bedienung ist ausgesprochen einfach. Über das einklappbare Optionsmenü werden die Grundeinstellungen festgelegt. Die Seiten selbst werden direkt nach dem Anmelden editierbar und nach dem Speichern auch gleich publiziert. Jimdo nennt das "Click and Change". Dieses Verhalten lässt sich über die Optionen auch abschalten.

Weitere Seiten werden der eigenen Webpräsenz hinzugefügt, indem der entsprechende (Unter-)Eintrag im Navigationsmenü angelegt wird. Für jede Seite lassen sich verschiedene Blöcke auf Knopfdruck hinzufügen und in Kombination nutzen. Zu den Blöcken gehören etwa Überschriften, Textfelder, Textfeld mit Bild, Bildergalerie, Videos und sechs weitere Möglichkeiten.

Einmal eingebunden lassen sich die Blöcke über Pfeile in der Reihenfolge beeinflussen. Bildergalerien erlauben das Anordnen der Bilder via Drag-and-Drop. Über zusätzliche Schaltflächen lassen sich weitere Eigenschaften für die jeweiligen Blöcke bestimmen. Bei Bildern ist das unter anderem die Größe, das Bildformat (4:3 oder Breitbild) sowie der Typ der Galerie (Flash oder HTML) und bei den Textblöcken Dinge wie Textausrichtung und Listendefinition. Die Schriftgröße lässt sich nur global oder über den Quelltexteditor definieren.

Der Quelltexteditor erlaubt auch das Einbinden von eigenen CSS-Regeln innerhalb von HTML-Elementen. Wer sich mit HTML und CSS nicht auskennt, lässt jedoch lieber die Finger davon, denn eine Kontrolle der Codequalität findet nicht statt. Der erstellte Code des AJAX-Tools nutzt XHTML sowie CSS und verzichtet auf die Nutzung von Tabellen zur Darstellung des Designs.

Der Ansatz hinter Jimdo ähnelt dem von Googles Page Creator. Beide Dienste erlauben ein einfaches Erstellen von Webseiten, in der Umsetzung gibt es jedoch einige Unterschiede, wegen derer sich ein Blick auf Jimdo lohnt.

In einigen Bereichen geht Jimdo wesentlich weiter als Googles Page Creator, ohne dabei auf eine angenehme Benutzung zu verzichten und dank einer vorgefertigten mehrseitigen Webpräsenz kann der Anwender schon in wenigen Minuten eine größere Webseite seinen eigenen Bedürfnissen entsprechend anlegen.

Noch zeigt der Webseiten-Ersteller einige Schwächen: Uns ist es beispielsweise nicht gelungen, Jimdo mit Opera zu nutzen. Allerdings unterstützt Googles Page Creator Opera derzeit ebenfalls nicht. Mit Firefox und dem Internet Explorer 7 gab es hingegen in einem Kurztest keine Probleme. Jimdo empfiehlt insbesondere für Mac-Anwender ausdrücklich die Benutzung von Firefox (bzw. Camino) als Browser. Mit Safari lässt sich die Webpräsenz nur sehr eingeschränkt manipulieren.

Die Macher von Jimdo arbeiten noch an den letzten Schwächen, so soll eine Unterstützung von Opera und Safari demnächst hinzugefügt werden. Dass die Nutzer ab und an syntaktisch falschen HTML-Code einbauen, ist den Entwicklern ebenfalls bewusst, sie wollen dem mit der Integration von Tidy entgegenwirken. Die größte Herausforderung ist nach Angaben von Jimdo jedoch die Balance zwischen dem Respekt des Quelltextes des Nutzers und der automatischen Korrektur des Quelltextes (etwa ).

Weitere Funktionen gibt es erst mit einem Jimdo-Pro-Paket, für das die Betreiber 5,- Euro im Monat verlangen. Neben einer eigenen Domain gibt es 1 GByte statt der 100 MByte Speicher für die eigene Seite. Zudem verzichtet Jimdo dann auf die zwei Werbetext-Links und bietet detailliertere Statistiken.

Für die Zukunft will Jimdo außerdem das Einbinden eigener Layouts für den Pro-Zugang ermöglichen.  (ase)


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Links zum Artikel:
Jimdo (.com): http://www.jimdo.com/de/

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