Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0701/49673.html    Veröffentlicht: 02.01.2007 08:01    Kurz-URL: https://glm.io/49673

Erotikseitenbesuch: Falscher Verdacht wegen offenem WLAN

Kriminalpolizei ermittelte gegen 63-jährigen Anschlussinhaber

Zu Unrecht ist ein 63-jähriger Mann aus Nürnberg ins Visier der Kriminalpolizei geraten. Ein Betreiber von Erotikseiten hatte ihn angezeigt, da er die angefallenen Kosten für den Besuch der schlüpfrigen Seiten nicht bezahlte.

Das Fachdezernat der Kriminalpolizei Nürnberg konnte den 63-Jährigen als verantwortlichen Anschlussinhaber ermitteln, doch dieser bestritt, die Seiten besucht zu haben. Durch weitere Ermittlungen kam man schließlich dem eigentlichen Täter, einem 23-jährigen Verkäufer aus Nürnberg, auf die Spur. Dieser hatte das ungesicherte WLAN des vermeintlichen Täters genutzt.

Wie die Polizei dem Mitnutzer auf die Schliche kam, wurde nicht mitgeteilt. Der Anschlussinhaber betrieb ein offenes WLAN, ohne dies zu nutzen. In seinem DSL-Modem war ein WLAN-Accesspoint aktiviert. Der 63jährige nutzte die drahtlose Verbindung nicht, er hatte stattdessen das Netzwerkkabel eingesteckt.

Die Kriminalpolizei mahnte ausdrücklich, die WPA- bzw. die WPA-2-Verschlüsselung zu aktivieren und nicht mehr die veraltete WEP-Verschlüsselung, um nicht unbegründet ins Visier der Ermittler zu geraten.  (ad)


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Links zum Artikel:
Polizei Nürnberg: http://www.polizei.bayern.de/mittelfranken/nuernberg/

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