Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/9910/4937.html    Veröffentlicht: 26.10.1999 11:07    Kurz-URL: https://glm.io/4937

Prototyp: Microsoft Maus reagiert auf Berührung

Maus mit Feeling
Maus mit Feeling
Mit der Touch Mouse haben Ken Hinckley und Mike Sinclair, Mitarbeiter von Microsoft Research, eine neue Maus entwickelt, die "spürt", ob gerade eine Hand auf ihr liegt. Die Touch Mouse unterscheidet anhand von Berührungssensoren an der Handfläche, dem Daumen, dem linken Mausknopf, dem Scroll-Rädchen und den umgebenden Flächen jeweils die Zustände "berührt" und "nicht berührt", was eine Fülle neuer Interaktions-Möglichkeiten bieten soll.

Die Touch Mouse wird allerdings in nächster Zeit nicht erhältlich sein, da ihr Nutzen und ihre Möglichkeiten noch eingehender untersucht werden müssen. Einige Einsatzgebiete nennt das Microsoft Research Center jedoch heute schon: Die Bedienung von Benutzeroberflächen könnte damit vereinfacht werden. Viele Objekte auf dem Desktop machen nur Sinn, wenn sie auch unmittelbar benutzt werden und könnten demnach ausgeblendet werden, wenn der Nutzer die Hand von der Maus nimmt. Ein Beispiel sind die Rollbalken (Scrollbars) und Werkzeugleisten (Toolbars) in Anwendungen oder die Startleiste von Windows.

Ersten Tests zufolge soll die Nutzung der Touch Mouse leicht erlernbar sein, da sie im Grunde nicht anders zu bedienen ist als eine herkömmliche Maus, sie biete "bloß" mehr Möglichkeiten und mache die Benutzung des Computers wesentlich komfortabler.

Die beiden Hardware-Entwickler haben Prototypen der TouchMouse und einen TouchTrackball auf der ACM CHI'99 Conference on Human Factors in Computing Systems vorgestellt. Nähere Informationen zu innovativen Eingabegeräten finden sich auf den Microsoft Research Webseiten.  (ck)


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