Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0612/49253.html    Veröffentlicht: 04.12.2006 14:06    Kurz-URL: https://glm.io/49253

Spieletest: Guitar Hero 2 - Gemeinschaftlich rocken

Neuer Koop-Modus und breite Songauswahl

Gerade mal ein halbes Jahr liegt die Veröffentlichung von Guitar Hero in Deutschland zurück, da bringt Activision auch schon den zweiten Teil des Musikspiels mit dem ungewöhnlichen Controller in die Läden. An der mitgelieferten Gitarre hat sich abgesehen von der Farbe zwar nicht viel geändert, dafür warten aber neue Spielmodi und Songs auf rockfreudige PS2-Besitzer.

Guitar Hero 2 (PS2)
Guitar Hero 2 (PS2)
Das grundsätzliche Bedienkonzept ist mit dem vom ersten Guitar Hero identisch - wer den ersten Teil nicht kennt, findet alle Informationen dazu im Golem.de-Testbericht. An dieser Stelle nur so viel: Guitar Hero funktioniert prinzipiell wie viele andere Musikspiele auch; auf dem Bildschirm sind sechs farbige Spuren nebeneinander dargestellt, auf denen während eines Songs Symbole entlangkommen. Sobald diese Symbole den unteren Bildschirmrand erreicht haben, muss zum exakt richtigen Zeitpunkt eine Taste gedrückt werden - nur, dass dies diesmal eben nicht an einem typischen Controller, sondern auf einer Plastikgitarre passiert.

Guitar Hero 2 (PS2)
Guitar Hero 2 (PS2)
Dazu hängt man sich das kleine Instrument um und greift mit der linken Hand (Linkshänder analog mit der rechten) um den Gitarrenhals, auf dem sich sechs farbige Tasten befinden. Allerdings muss der jeweils richtige Ton nicht nur gegriffen, sondern auch angeschlagen werden - sonst klingt er nicht, und das Musikstück muss ohne Gitarrenspur auskommen. Dazu betätigt die rechte Hand dann einen Schalter in der Mitte der Gitarre; fast so, als würden mit einem Plektron wirkliche Saiten zum Klingen gebracht werden.

Guitar Hero 2 (PS2)
Guitar Hero 2 (PS2)
Der Schwierigkeitsgrad ist diesmal noch etwas höher als im ohnehin nicht gerade einfachen Erstlingswerk. Ein neu integrierter Übungsmodus ermöglicht es aber, nicht nur einzelne Songs, sondern auch bestimmte Liedabschnitte immer wieder zu probieren; das dann wahlweise sogar in unterschiedlichen Geschwindigkeiten.

Eine weitere Neuerung hinsichtlich der Spielmodi ist der Koop-Modus: Wer zwei Gitarren besitzt, kann nicht mehr nur gegen einen Freund antreten, sondern auch mit ihm zusammen ein Stück spielen - einer übernimmt dann die Lead-, der andere die Rhythmusgitarre bzw. die Basslinie.

Guitar Hero 2 (PS2)
Guitar Hero 2 (PS2)
Für heftige Diskussionen unter Guitar-Hero-Anhängern sorgte schon vor der Veröffentlichung des Spiels die Songauswahl - denn die ist wirklich Geschmackssache. Das meiste hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel und vieles dürfte hiesigen Käufern auch schlicht unbekannt sein. Zwar sind auch viele große Namen mit von der Partie - etwa Aerosmith, die Rolling Stones, The Police oder Guns 'n' Roses. Nur handelt es sich bei den Stücken eben wieder einmal um Coverversionen, die vor allem stimmlich doch teilweise recht weit vom Original entfernt sind. Zudem irritiert stellenweise auch, welche Songs ausgewählt wurden 'Can't You Hear Me Knockin' etwa ist mit Sicherheit nicht der bekannteste Rolling-Stones-Song, und Nirvana haben partytauglichere Stücke aufgenommen als Heart-Shaped Box.

Guitar Hero 2 (PS2)
Guitar Hero 2 (PS2)
Optisch war schon das erste Guitar Hero nicht gerade herausragend; da es bei Musikspielen bekanntlich aber ohnehin weniger auf die Grafik ankommt, fiel das nicht zu sehr ins Gewicht. Guitar Hero 2 versucht gar nicht erst, auf diesem Gebiet viel Boden gutzumachen - es gibt ein paar Details und Animationen mehr, im Grunde sieht das Ganze aber weiterhin recht unspektakulär aus.

Guitar Hero 2 (PS2)
Guitar Hero 2 (PS2)
Guitar Hero 2 ist für die PlayStation 2 wahlweise mit oder ohne Gitarre erhältlich und kostet ca. 80,- Euro bzw. ca. 45,- Euro. Derzeit werkeln die Entwickler von Red Octane und Activision übrigens auch an einer Umsetzung für die Xbox 360; die wird aber erst 2007 in die Läden kommen.

Fazit:
Der ganz große Überraschungseffekt, der sich beim ersten Guitar Hero auf Grund des genialen Gitarren-Controllers noch einstellte, wiederholt sich dieses Mal natürlich nicht mehr in dieser Form - prinzipiell hat man alles, was hier geboten wird, schon einmal gesehen. Der neue Koop-Modus entpuppt sich aber als absolute Party-Bereicherung, und auch wenn die Musikauswahl nicht ganz so überzeugt wie im ersten Teil - in Sachen Fun- und Multiplayer-Spielen ist auch Guitar Hero 2 wieder ganz vorne mit dabei.  (tw)


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Links zum Artikel:
Activision: http://www.activision.de/

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