Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0611/49118.html    Veröffentlicht: 24.11.2006 12:30    Kurz-URL: https://glm.io/49118

Wii broke it - US-Site zerlegt neue Nintendo-Konsole

Simple Kühlung, aber verzwickte Mechanik

Wie schon eine der ersten PlayStation 3 wurde nun auch ein Exemplar von Nintendos Wii das Opfer von hardwareinteressierten Redakteuren. Sie zerlegten die Konsole bis zur Unbenutzbarkeit und förderten interessante Details zur Kühlung und zum WLAN zutage.

Am vergangenen Wochenende begann in den USA der Verkauf des Nintendo Wii. Die Redakteure des Magazins "Popular Science" hielten sich jedoch mit dem Spielen nur einen Tag auf und zückten danach den Schraubendreher - allerdings den falschen. Da das nötige Spezialwerkzeug - eine Abbildung der Schrauben liegt leider nicht vor - nicht sofort aufzutreiben war, war "rohe Gewalt" nötig, nun soll die Konsole nicht mehr funktionieren.

Die Operation hat sich jedoch gelohnt, wie das Blatt in seinem Blog mit zahlreichen Bildern berichtet. Nintendo scheint nach der Kühllösung zu urteilen sein Versprechen einer sehr leisen Konsole mit geringem Stromverbrauch eingelöst zu haben. Ein kleiner Lüfter sitzt hinten im Gerät und saugt quer durch das Gehäuse Luft an, direkt vor dem Rotor sitzt ein ebenfalls recht kleiner Kühlkörper. Dieser sitzt auf dem Hauptprozessor von IBM und dem ATI-Grafikchip. Letzterer ist deutlich größer als die CPU.

Von Mitsumi stammt das WLAN-Modul, das mit zwei Antennen arbeitet. Diese sind auf eigenen Platinen an gegenüberliegenden Ecken des Wii untergebracht - eine steht hochkant, die andere waagerecht. Damit ist es egal, in welcher Lage man das Wii betreibt, der Empfang dürfte immer gewährleistet sein. Andere Geräte der Unterhaltungselektronik mit WLAN arbeiten hier mit externen schwenkbaren Antennen, was denselben Effekt hat.

Zudem lassen sich interne Antennen nicht von Kinderhand abbrechen. Auf Robustheit setzt Nintendo auch bei den Anschlüssen: Sie sind nicht direkt mit der Platine verbunden, die Buchsen sitzen gesondert im Gehäuse eingelassen. Das gilt nicht für den Slot für SD-Cards, der aber recht massiv ausgeführt und mit dem Mainboard verbunden ist.

Den innovativen Controller der Wii hat Popular Science jedoch verschont - auch ein Blick in dessen Innenleben wäre spannend gewesen. Aber vielleicht wollten die Redakteure die Eingabegeräte für Multiplayer-Spiele mit einer neuen Konsole aufheben.  (nie)


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Links zum Artikel:
Nintendo: http://www.nintendo.de/
Popular Science: "Wii Broke It": http://popsci.typepad.com/popsci/2006/11/wii_broke_it.html

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