Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/9910/4824.html    Veröffentlicht: 15.10.1999 11:35    Kurz-URL: https://glm.io/4824

Plattform für Business-to-Business-Auktionen

Die allocation network GmbH aus München will unter www.allocation.net/ einen Business-to-Business-Marktplatz im Internet etablieren, auf dem überschüssige Lagerbestände verkauft und gekauft werden können.

Um die erforderliche Seriosität der Auktionsplattform sicherzustellen, müssen sich sowohl Verkäufer als auch Käufer vor der Nutzung bei allocation network anmelden. Der Verkäufer stellt nach der Anmeldung seine unproduktiven Lagerbestände auf der Plattform zur Verfügung. Die Produktbeschreibung umfasst alle industriell notwendigen Details. Sowohl Kaufinteressent als auch Verkäufer bleiben hierbei solange anonym, bis der Interessent ein Kaufangebot unterbreitet. Erst danach wird der Kontakt zwischen Verkäufer und Käufer hergestellt.

Um allocation.net als klassische E-Commerce-Plattform zu nutzen, stellt der Anbieter seine Produkte zu einem Festpreis ins System. Die von allocation network zusätzlich bereitgestellte Auktionsplattform bietet zwei Varianten an: Bei der klassischen Variante stellt der Verkäufer sein Angebot mit einem Mindestpreis ein und wartet auf das Gebot des Interessenten. In der umgekehrten Version (Reverse Auction) startet der Interessent eine Ausschreibung, in der er Produktdetails sowie den Preis, den er zu zahlen bereit ist, veröffentlicht.

"Zunächst", so Andreas Vollmann, Geschäftsführer der allocation network GmbH, "konzentrieren wir uns mit unserer Plattform auf industrielle Lagerbestände ausgesuchter Branchen. Wir verstehen uns hierbei als Vermittler, der durch die Schaffung der Plattform einen völlig neuen Marktplatz erzeugt, der vorher in dieser Form und in diesem Umfang nicht möglich war. Bei einem geschätzten Beschaffungsvolumen in den angepeilten Branchen von rund 500 Milliarden DM allein in Deutschland sehen wir hier ein Potential in Milliardenhöhe."

Ab dem 31.3.2000 wird eine monatliche Mitgliedsgebühr von 485 Euro berechnet. Verkäufer zahlen beim Verkauf der Ware zudem eine Provision zwischen 5 und 15 Prozent.  (ji)


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