Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0609/47803.html    Veröffentlicht: 14.09.2006 10:52    Kurz-URL: https://glm.io/47803

Symbian ist beliebteste Smartphone-Plattform

Nokia dominiert Smartphone-Markt

Fast die Hälfte aller im abgelaufenen zweiten Quartal 2006 auf dem Weltmarkt abgesetzten Smartphones stammten von Nokia. Auch wenn der finnische Branchenführer Einbußen hinnehmen musste, blieb die Symbian-Plattform das dominierende Smartphone-Betriebssystem. Insgesamt wurden im genannten Zeitraum fast 20 Millionen Smartphones auf dem Globus abgesetzt. Damit haben die Absatzzahlen erstmals fast die 20-Millionen-Grenze innerhalb eines Quartals erreicht.

Mit einem Marktanteil von 46,9 Prozent dominierte Nokia den Smartphone-Markt im zweiten Quartal 2006 übermächtig mit 9 Millionen abgesetzten Geräten. Im Vorjahr kamen die Finnen sogar auf einen Marktanteil von 49,6 Prozent, wie die Marktforscher von IDC berichten. Nokia bietet ausschließlich Smartphones mit Symbian als Betriebssystem an, so dass vor allem die Finnen für die Dominanz des Symbian-Systems verantwortlich zeichnen.

Auf den zweiten Platz konnte sich Motorola vorkämpfen, die mit 1,7 Millionen verkauften Smartphones einen Marktanteil von 8,9 Prozent schafften. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag der Smartphone-Absatz der Amerikaner bei lediglich 600.000 Stück, was einem Anteil von 4,1 Prozent entsprach. Während Nokia voll auf Symbian setzt, hat Motorola auch Smartphones mit Windows Mobile oder Linux im Sortiment.

Nahezu unverändert blieb der Marktanteil von Research In Motion (RIM), die mit 1,3 Millionen BlackBerry-Geräten einen Marktanteil von 6,7 Prozent schafften. Im Vorjahr lag der Marktanteil von RIM bei 6,9 Prozent. Allerdings genügte dafür damals der Absatz von lediglich 900.000 Geräten.

Den vierten und fünften Rang auf dem Smartphone-Weltmarkt nahmen zwei Hersteller ein, die auf dem europäischen und deutschen Markt nahezu bedeutungslos sind. Sowohl Panasonic als auch Sharp konnten auf dem japanischen Markt entsprechend viele Smartphone-Kunden für ihre Produkte begeistern.

Deutliche Einbußen musste aber Panasonic hinnehmen. Vor einem Jahr lag der Marktanteil der Japaner noch bei 10,9 Prozent. Dieser ist nun auf 6,4 Prozent abgesackt. Über Zuwächse kann sich Sharp freuen, die mit 1 Millionen abgesetzten Smartphones einen Marktanteil von 5,1 Prozent erreichten.

Insgesamt wurden auf dem Smartphone-Weltmarkt im zweiten Quartal 2006 19,3 Millionen Geräte abgesetzt. Noch vor zwei Jahren haben sich über das ganze Jahr verteilt rund 20 Millionen Kunden für Smartphones interessiert. Im zweiten Quartal 2005 lag der Geräteabsatz bei 13,6 Millionen Stück.

IDC erwartet, dass der starke Zuwachs im Smartphone-Markt weiter anhalten wird. In der jüngsten Vergangenheit haben die Hersteller mit Smartphones vermehrt auch den Privatkunden angesprochen und entsprechende Multimedia- und Unterhaltungsfunktionen bereitgestellt. Die Marktforscher sehen auch den Preisrutsch bei Smartphones als wesentlichen Grund für den steigenden Smartphone-Absatz.  (ip)


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