Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0608/47050.html    Veröffentlicht: 09.08.2006 10:01    Kurz-URL: https://glm.io/47050

Nikon D80: Neue DSLR mit 10,2 Megapixeln

Neue Bildverarbeitungs-Engine verspricht natürlichere Farben

Mit der D80 hat Nikon eine neue digitale Spiegelreflexkamera vorgestellt, die sich hauptsächlich an Hobbyfotografen richtet. Die mit 10,2 Megapixeln ausgestattete Kamera kommt in einem verhältnismäßig kompakten Gehäuse daher und ist mit einer neuen Bildverarbeitungs-Engine ausgerüstet. Diese soll natürlichere Farben festhalten.

Nikon D80
Nikon D80
Kern des neuen Modells ist ein CCD-Bildsensor in Nikons DX-Format, der mit 10,2 Megapixeln auflöst. Die maximale Bildauflösung der Kamera beträgt damit 3.872 x 2.592 Pixel. Laut Nikon ist die Kamera in 0,18 Sekunden nach dem Einschalten bereit und löst mit einer Verzögerung von 80 Millisekunden aus.

Nikon D80
Nikon D80
Das Besondere an der neuen Kamera ist laut Nikon die Bildverarbeitungs-Engine, die die farbunabhängige analoge Vorverarbeitung und Algorithmen zur digitalen 12-Bit-Bildbearbeitung unterstützt. Dies soll zu einem Ergebnis mit natürlicheren und ausgewogenere Farben führen, als bei bisherigen Modellen. Auch der Prozessor wurde laut Nikon neu entwickelt und verbraucht weniger Energie, so dass sich mehr Bilder mit einer Akkuladung aufnehmen lassen sollen - bis zu 2.500 Aufnahmen mit einem Ladezyklus. Der Fotograf schaut durch einen Sucher mit 0,94facher Vergrößerung, der laut Nikon sehr hell sein soll.

D80 Menü
D80 Menü
Die Serienbildfunktion der D80 nimmt 3 Bilder pro Sekunde und maximal 100 JPEG-Fotos (Fine, Größe M) in Folge auf. Dabei speichert die Kamera ihre Daten auf einer SD- oder einer SDHC-Speicherkarte. Die D80 ist mit einem AF-System mit 11 Messfeldern ausgestattet, wie es auch bereits in der D200 zum Einsatz kommt. Wie auch die D200 verfügt die D80 außerdem über die 3D-Color-Matrixmessung II zur Belichtungssteuerung. Die Matrixmessung berechnet den optimalen Belichtungswert anhand einer internen Datenbank mit 30.000 Motiven.

Die Verschlusszeit rangiert von 1/4.000 bis 30 Sekunden und lässt sich stufenweise verändern. Zudem lässt sich die ISO-Empfindlichkeit in verschiedenen Stufen von 100 bis 1.600 einstellen oder automatisch festlegen. Der Weißabgleich kann automatisch oder manuell erfolgen. Ferner gibt es sechs Voreinstellungen, die sich noch leicht anpassen lassen und auch die Farbtemperatur in Kelvin kann eingestellt werden. Die i-TTL-Blitzsteuerung unterstützt die D80 ebenso und bietet auch einen internen Blitz mit der Leitzahl 13.

Nikon D80
Nikon D80
Fotografen, die sich lieber auf die Kamera verlassen, finden bei der D80 sieben Aufnahmeprogramme, unter anderem für Nahaufnahmen, Sport- und Porträtfotos. Ein Selbstaufslöser steht ebenso zur Verfügung und die Bilder werden auf einem 2,5-Zoll-Display mit 230.000 Bildpunkten angezeigt. Nikon verspricht dabei einen Betrachtungswinkel von 170 Grad, so dass sich die Anzeige auch seitlich noch gut einsehen lässt. Direkt in der Kamera wird ein 25fach-Zoom unterstützt und mit einer integrierten Diashow hat die D80 auch etwas von den digitalen Kompaktkameras geerbt.

Nikon D80
Nikon D80
Zusätzlich gibt es kamerainterne Bildbearbeitungsfunktionen, die sowohl zur Verbesserung der Fotos beitragen sollen, als auch kreative Möglichkeiten bieten. So stehen neben einer Roten-Augen-Korrektur auch Bildmontage-Optionen zur Verfügung. Der Kamera liegt außerdem die Software "Picture Project" bei, mit der sich die Fotos auf dem Computer nachbearbeiten lassen.

Bilder speichert die D80 als CCD-RAW, NEF (RAW) oder JPEG (EXIF 2.21) ab und lässt sich per USB 2.0 mit dem Computer verbinden. Zusätzlich gibt es auch einen Videoausgang, der sich zwischen PAL und NTSC umschalten lässt.

Mit 132 x 103 x 77 mm ist der Body der Kamera verhältnismäßig kompakt, das Gewicht soll ohne Akku bei 585 Gramm liegen. Ab September 2006 wird die D80 laut Hersteller für 969,- Euro erhältlich sein. Ein Set mit dem Objektiv AF-S DX 18-135mm kostet 1300,- Euro.  (js)


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