Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0606/45872.html    Veröffentlicht: 13.06.2006 11:34    Kurz-URL: https://glm.io/45872

IBM DB2 9 erscheint Ende Juli 2006

"Viper" mit XML-Unterstützung und neuer Speicherkomprimierung

IBM hat nun einen Veröffentlichungstermin sowie weitere Details zu seiner neuen Datenbank DB2 9 genannt, die unter dem Codenamen "Viper" entwickelt wurde. Die neue DB2-Version soll am 28. Juli 2006 verfügbar sein, kann mit relationalen Daten genauso umgehen wie mit XML und bietet eine neue Speicherkomprimierung. Auch die Sicherheit der DB2 wurde verbessert.

Die nächste Generation der DB2 kann nicht nur mit klassischen relationalen Daten umgehen, sondern auch direkt XML-Daten speichern, ohne diese umzuformatieren oder als "Large Object" abzulegen. Dies soll es vor allem einfacher machen, Anwendungen zu entwickeln, die sowohl auf relationale als auch auf XML-Daten zugreifen. Passend dazu unterstützt Viper neben SQL auch die Abfragesprache XQuery und erlaubt es, beide Sprachen zu kombinieren.

Mit der neuen Venom genannten Speicherkomprimierung lassen sich Reihenkomprimierungen von Datenobjekten durchführen, was vor allem bei großen Tabellen die Systemressourcen schonen soll. IBM verspricht damit sowohl unter Linux als auch unter Unix und Windows eine Speicherkomprimierung, wie sie von Mainframes bekannt ist, die Technik soll bisherigen Komprimierungsverfahren überlegen sein.

Ferner lassen sich mit Viper Speicherverwaltungsaufgaben automatisieren und mit "Label Based Access Control" können Administratoren den Datenzugriff regeln. So lässt sich gezielt festlegen, welche Nutzer auf welche Informationen zugreifen können. Die Funktionen zur Wiederherstellung von Daten verbesserte IBM ebenfalls, so dass sich nun auch unterbrochene Vorgänge fortsetzen lassen. Restore-Operationen sollen sich außerdem über Skripte umleiten lassen, die automatisch aus Backup-Images erstellt werden.

Darüber hinaus unterstützt die DB2 9 die drei Partitionierungsmethoden Range-Partitionierung, multidimensionales Clustering und Hashing, aus denen sich Administratoren die für ihre Zwecke beste aussuchen können. Die Speicherverwaltung soll ebenfalls effektiver arbeiten und sich automatisch der jeweiligen Umgebung anpassen. Für Entwickler wurde auch die Unterstützung von Microsofts Entwicklungsumgebung Vistual Studio 2005 verbessert und es gibt neue JDBC- und SQLJ-Treiber.

Laut IBM ist die DB2 9 ab 28. Juli 2006 weltweit erhältlich. Zeitgleich mit der Version für Großunternehmen soll auch DB2 Express für kleine und mittlere Unternehmen sowie DB2 Express-C für Entwickler erscheinen.  (js)


Verwandte Artikel:
IBM veröffentlicht kostenlose DB2-Variante   
(31.01.2006, https://glm.io/43050 )
Viper: IBMs neue DB2 unterstützt SQL und XQuery   
(17.11.2005, https://glm.io/41700 )
Adasky: Autonome Autos sollen im Infrarot-Bereich sehen   
(19.10.2017, https://glm.io/130720 )
Fraunhofer IPSI stellt XQuery-Engine mit Typsystem vor   
(30.08.2002, https://glm.io/21442 )
Open/Os Corporate Linux erhält DB2-Zertifizierung   
(22.05.2006, https://glm.io/45462 )

Links zum Artikel:
IBM: http://www.ibm.de
IBM - DB2 XML: http://www.ibm.com/db2/xml
IBM (.com): http://www.ibm.com

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/