Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0606/45733.html    Veröffentlicht: 06.06.2006 12:13    Kurz-URL: https://glm.io/45733

Sony: 10-Megapixel-Kamera mit Staubwedel aus der Alpha-Serie

Sony setzt auf Speicherformat Compact-Flash samt Microdrive

Ende April 2006 hatte Sony die neue digitale Spiegelreflex-Kamera-Serie alpha angekündigt. Nun ist das erste Gerät vorgestellt worden: Die Alpha 100 zeigt sich mit einem 10,2-Megapixel-CCD-Sensor. Damit soll sie die höchste Auflösung in ihrer Klasse aufweisen. Außerdem enthält sie ein zweistufiges Staubschutzmodul.

Sony Alpha DSLR-A100
Sony Alpha DSLR-A100
Laut Sony zeichnet sich die neue Alpha-Serie durch optimierte Bildanalyse sowie einen neuen Bionz-Bildverarbeitungsprozessor aus. Damit sollen vor allem bei Schnellschüssen bessere Fotos zustande kommen. Außerdem soll die Kamera energiesparend arbeiten.

Es stehen die Aufnahmemodi Portrait, Landschaft, Sonnenuntergang, Nacht/Nachtportrait und Selbstauslöser zur Verfügung. Der Weißabgleich umfasst Auto, Tageslicht, Schatten, Bewölkung, Kunstlicht, fluoreszierendes Licht und Blitzlicht. Die Verschlusszeiten liegen bei 30 bis 1/4000 Sekunde. Im Serienbildmodus schießt die A100 drei Bilder pro Sekunde in der vollen Auflösung von 10,2 Megapixeln wahlweise als jpg oder im RAW-Format. Bei RAW-Daten sollen maximal 6 Bilder in Folge möglich sein. Falls die Kamera weniger schafft, liegt es laut Sony an der Speichergeschwindigkeit der Karte.

Sony Alpha DSLR-A100
Sony Alpha DSLR-A100
Die DSLR-A100 ist lichtempfindlich bis ISO 1600. Im Detail: Neben Auto können die Stufen 100, 200, 400, 800 oder 1600 ISO eingestellt werden. Ein Blitz mit einer Leitzahl von 12 kann manuell oder automatisch zugeschaltet werden. Darüber hinaus verfügt die Kamera über einen Bildstabilisator, der den Bildsensor verschiebt, um die Bewegungen der Kamera auszugleichen. Die Bildstabilisierung gilt dabei für alle Objektive vom Macro bis zum Weitwinkel.

Auch beim Farbmanagement will Sony innovativ sein: So analysiert und optimiert der Dynamic Range Optimizer (DRO) Farbton und Kontrast, bevor das Bild als JPEG komprimiert und abgespeichert wird. Anders als bisher ist DRO jedoch keine Softwarelösung, sondern basiert auf Hardware.

Sony alpha DSLR-A100
Sony alpha DSLR-A100
Die Anzeige erfolgt auf einem 2,5 Zoll großen TFT-Display mit 230.000 Pixeln. In dem Display wird standardmäßig das Histogramm angezeigt. Der Lithium-Ionen-Akku soll laut Sony je nach Lichtverhältnissen bis zu 750 Aufnahmen durchstehen.

Ungewöhnlich: Sony hat einen Staubwedel eingebaut. Staub lagert sich in der Regel ab, wenn der Nutzer die Objektive wechselt. Sony fährt daher einen zweistufigen Ansatz, um den Staub auf der Linse zu bekämpfen. Der CCD-Sensor der Kamera verfügt über eine Beschichtung aus Indium-Zinnoxid, die Staubablagerung vermeiden soll. Zusätzlich wird ein Anti-Staub-Schutz aktiv, der die kleinen Partikel quasi abschütteln soll, wenn die Kamera an- oder abgeschaltet wird.

Sony hält für die A100 drei Objektive bereit, die in Kooperation mit Carl Zeiss entwickelt wurden. Das Ultra-Weitwinkel Vario-Sonnar T* umfasst die Brennweiten 16 bis 80 mm, dann gibt es noch zwei Tele-Festbrennweiten. Das Planar T* deckt 85 mm ab, das Sonnar T* 135 mm. Insgesamt soll die D-SLR-Kamera mit 19 Objektiven von Sony klar kommen und zugleich mit Konica-Minolta-Maxxum-Objektiven kompatibel sein. Die Kamera fokussiert laut Hersteller nicht erst auf Knopfdruck, sondern bereits anhand des Auges. Dabei können für den Autofokus verschiedene Einstellungen vorgenommen werden. Möglich sind entweder manuelle Vorgabe, per Spotmessung oder in einem 9-Feld-Messfeld.

Die Alpha-Kamera setzt beim Speichermedium auf CompactFlash Type I/II oder Microdrive-Speicherkarten. Doch ganz verzichten mag Sony auf die althergebrachten Stick-Formate allerdings nicht. Entsprechend akzeptiert sie auch Memory Stick Pro und Pro Duo über einen mitgelieferten Adapter. Was das Speichervolumen angeht, so sollen bis zu 4 GByte große Karten von der A100 unterstützt werden.

Die Kamera zeigt Bilder über einen TV-Ausgang wahlweise auf PAL- oder NTSC-Geräte. Ein Mikrofon oder kleine Lautsprecher sucht man vergeblich. Der Datenabgleich erfolgt über USB 2.0 mit dem Rechner, wobei Windows ME, 2000 oder XP sowie MacOS ab Version 10.3 unterstützt werden.

Der reine Body ohne Akku und Objektive wiegt 545 Gramm und misst 13,3 x 9,5 x 7,1 cm. Die DSLR-A100 wird etwa 900,- US-Dollar kosten. Das DSLR-A100K-Kit, das den Body der A100 zusammen mit einem 18-70-mm-Zoom-Objektiv enthält, liegt preislich bei etwa 1.000,- US-Dollar. Ab Juli 2006 sollen beide Varianten im Internet oder in den Sony-Läden verfügbar sein.  (yg)


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Links zum Artikel:
Sony D-SLR A100: http://www.sonystyle.com/is-bin/INTERSHOP.enfinity/eCS/Store/en/-/USD/SY_DisplayProductInformation-Start?ProductSKU=DSLRA100&Dept=cameras&CategoryName=dcc_DIDigitalCameras_style_dslr
Sony (.com): http://www.sony.com

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