Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0605/45601.html    Veröffentlicht: 30.05.2006 11:59    Kurz-URL: https://glm.io/45601

Neues Fatal1ty-Mainboard von Abit mit Nforce 590

Zwei x16-Slots für Grafikkarten und aufwendiges Kühlsystem

Abit hat eine neue Version seiner nach dem professionellen Computerspieler Jonathan "Fatal1ty" Wendel benannten Mainboards vorgestellt. Das "AN9 32X" basiert auf Nvidias NForce 590 und ist nur für AMDs neue AM2-Prozessoren geeignet.

Mitte Juni 2006 soll das neue Mainboard auf den deutschen Markt kommen und ca. 190,- Euro kosten, teilte Abit gegenüber Golem.de mit. Für diesen stolzen Preis bekommt man dann nicht nur die Plattform eines der weltbesten Computerspieler, sondern auch ein kompromisslos auf Dauerspielen mit Doppelgrafik und Zuverlässigkeit getrimmtes Board. So gibt Abit an, nur Qualitätskondensatoren aus japanischer Produktion zu verbauen - in den vergangenen Jahren waren etliche Mainboards verschiedener Hersteller ausgefallen, weil die Kondensatoren geplatzt waren.

Abit Fatal1ty AN9 32X
Abit Fatal1ty AN9 32X
Das "Fatal1ty AN9 32X2" von Abit ist um den Chipsatz NForce 590 von Nvidia konstruiert. Diese Bausteine bieten zusammen zwei Grafikslots mit x16-Anbindung für PCI-Express-Karten. SLI-Karten von Nvidia oder Pixelbeschleuniger nach ATIs CrossFire können so mit voller Bandbreite laufen.

Die Dual-Channel-Slots für DDR2-Speicher (maximal effektiv 800 MHz) lassen sich laut Abit mit bis zu 8 GByte RAM bestücken. Sechs S-ATA-Geräte lassen sich anschließen, paralleles ATA aber nur über einen Kanal. Ob man zum Spielen unbedingt zwei Ports für Gigabit-Ethernet braucht, ist jedoch zu bezweifeln.

Die halbe ATX-Blende ist durch Lüfter belegt
Die halbe ATX-Blende ist durch Lüfter belegt
Abit wollte offenbar alle Optionen des Chipsatzes ausreizen und so findet sich auch ein Firewire-Port auf dem Board, respektive einer externen Slotblende. Dort müssen auch sechs der insgesamt zehn USB-2.0-Ports Platz finden, denn die Hälfte der ATX-Blende belegen zwei Lüfter. Diese kühlen über eine Heatpipe North- und Southbridge sowie die Spannungswandler. Dieses bei Abit "OTES" getaufte System soll vor allem beim Übertakten für mehr Stabilität sorgen.

Gespart hat Abit bei der Luxus-Ausstattung aber an den herkömmlichen PCI-Steckplätzen; davon gibt es nur einen. Falls für einen wirklich kompromisslosen Spielerechner eine PhysX-Karte oder eine besondere Lieblings-Soundkarte eingebaut werden, ist der PC dann nicht mehr intern erweiterbar. Die beiden x1-Slots für PCI-Express-Karten sitzen zudem zwischen den Grafiksteckplätzen und sind somit oft durch überbreite Kartenkühler belegt.  (nie)


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Abit (.tw): http://www.abit.com.tw

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