Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0605/45395.html    Veröffentlicht: 18.05.2006 08:54    Kurz-URL: https://glm.io/45395

Internet bei Mediennutzung stark im Kommen

Radio und Fernsehen führen nach wie vor

Zehn Stunden täglich verbringen die Menschen in Deutschland mit den Medien, das ist gegenüber dem Jahr 2000 nochmals ein Zuwachs von 98 Minuten. Bei den Werten sind allerdings Mehrfachnutzungen nicht herausgerechnet - beispielsweise Radiohören und Zeitunglesen. Die Ergebnisse stammen aus der ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation 2005.

Gegenüber der ersten Welle 1964 hat sich die Mediennutzung damit verdreifacht. Fernsehen und Radio sind mit jeweils fast 3,75 Stunden pro Tag nach wie vor die am meisten genutzten Medien, aber die Internetnutzung gewinnt mit fast einer Dreiviertelstunde täglich gegenüber 2000 mit 13 Minuten deutlich hinzu.

Das Fernsehen wie auch das Radio wurden gegenüber der vorherigen Studie etwas länger genutzt (Fernsehen 220 Minuten pro Tag, Radio 220 Minuten). Der Tageszeitung widmen sich die Deutschen im Schnitt 28 Minuten pro Tag, Zeitschriften 12 Minuten, Büchern 25 Minuten, CD/LP/MC/MP3 insgesamt 45 Minuten, Video/DVD 5 Minuten und Internet 44 Minuten.

Die Mediennutzung im Hörbereich ist der Studie nach inzwischen zu einem Viertel nicht mehr linear. Dieser Teil wird also nicht dann gehört, wenn die Sender ihn verbreiten, sondern die Menschen hören, wann sie es wollen. Im Videobereich ist dieser Trend zur nichtlinearen Nutzung trotz DVD-Rekordern und persönlichen Videorekordern (noch) nicht deutlich erkennbar.

Die Digitalisierung von Wiedergabegeräten für Audio und Video ist aber inzwischen beim Massenpublikum angekommen, analoge Videorekorder und analoge Kassettenrekorder beginnen aus den Haushalten zu verschwinden.

In den letzten Jahren stieg der Anteil der Haushalte mit Digital-TV-Decoder von 5 auf 21 Prozent. DVD-Rekorder haben schon 15 Prozent der Haushalte, 5 Prozent besitzen einen Rekorder mit Festplatte. Die Surround-Anlage ist schon in 21 Prozent der Haushalte vorhanden - deutlich weniger (7 Prozent) haben einen Flachbildschirm.

Die PC-Durchdringung liegt den Angaben der Studie zufolge bei 71 Prozent. Sogar die Menschen ab 60 besitzen zu 38 Prozent einen PC und sogar 17 Prozent einen DVD-Rekorder. Gegenüber der letzten Studie vor fünf Jahren ist die Haushaltsanzahl mit MP3-Playern von 5 auf 26 Prozent gestiegen.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse kann als PDF bezogen werden.  (ad)


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