Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0605/45143.html    Veröffentlicht: 05.05.2006 16:01    Kurz-URL: https://glm.io/45143

Bearshare gibt auf und zahlt 30 Mio. an Musikindustrie

Außergerichtliche Einigung erzielt

Ein weiteres Filesharing-Netzwerk ist am Ende: Die Entwickler von BearShare zahlen 30 Millionen US-Dollar an die Musikindustrie, um Urheberrechtsklagen zu vermeiden. Außerdem übergeben sie ihre Entwicklungen den P2P-Gegnern.

Dies ist einem Bericht der Associated Press zufolge das Ergebnis von außergerichtlichen Verhandlungen zwischen dem BearShare-Anbieter Free Peers und der Recording Industry Association of America (RIAA). Die RIAA hatte im September 2005 an die hinter populären P2P-Clients stehenden Firmen eine Unterlassungserklärung verschickt. Free Peers gab dem nicht sofort nach und fand sich vor Gericht wieder. Beide Parteien haben nun dem zuständigen Richter einen Vergleichsvorschlag gemacht, dem dieser aber noch zustimmen muss.

Laut der Nachrichtenagentur sieht die Vereinbarung außer der Zahlung an die RIAA vor, dass die Domain Bearshare.com an den P2P-Konkurrenten iMesh fällt - zusammen mit dem geistigen Eigentum am Bearshare-Client selbst. IMesh bietet nach einem ähnlichen Vergleich, bei dem 4,1 Millionen US-Dollar an die RIAA gezahlt worden, nun mit dem Segen der Musikindustrie DRM-geschützte Musikstücke gegen Bezahlung an. Vertrieben werden die Dateien aber immer noch über ein Peer-to-peer-Netz, so dass die zahlenden Kunden letztendlich auch noch für die Verteilung aufkommen.

Bearshare und iMesh standen offenbar schon lange in Verhandlungen über eine Übernahme. Wie die Transaktion abgewickelt werden soll und ob noch mehr Geld im Spiel ist, wollte iMesh gegenüber AP nicht äußern.  (nie)


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