Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0603/44383.html    Veröffentlicht: 31.03.2006 08:56    Kurz-URL: https://glm.io/44383

Studie: Fußball-WM verhilft HDTV nicht zum Durchbruch

Studie: Langfristiger Erfolg jedoch sicher

Die Studie, die das Berliner Beratungsunternehmen Goldmedia und das Marktforschungsunternehmen Screen Digest durchgeführt haben, legt nahe, dass der große Durchbruch von HDTV nicht durch die Fußball-WM 2006 ausgelöst wird. Schuld daran seien vor allem die Lieferverzögerungen bei den HDTV-Receivern. Erst zwölf Wochen vor WM-Beginn haben den Untersuchungsergebnissen zufolge die Pay-TV-Anbieter in Europa mit der Auslieferung von "HD ready"-Set-Top-Boxen begonnen.

Dennoch erwarten die Marktforscher, dass HDTV langfristig ein Erfolg beschieden sein wird. Sie erwarten, dass ab Mitte 2006 das hochauflösende Fernsehen seinen Siegeszug durch Europa antreten wird. Dies ergäbe sich aus der Nachfrage nach Flachbildschirmen, darunter auch nach jenen mit HD-Empfangsmöglichkeiten.

Ende 2005 gab es der Studie nach in Europa zwei Millionen so genannte "HDready"-Haushalte, im Jahre 2010 sollen es schon mehr als 50 Millionen Haushalte sein, die die hochauflösenden Inhalte empfangen können. Man schätzt, dass es bis dahin in ganz Europa auch rund 100 Sender gibt, die in HD-Qualität senden.

Weltweit betrachtet wird gegenwärtig in zwölf Ländern in HD-Qualität gesendet: USA, Canada, Japan, Australien, Südkorea, China, Deutschland und Österreich sowie in den skandinavischen Ländern Schweden, Finnland, Dänemark und Norwegen.

Ende 2005 waren in den USA 19 Millionen Haushalte mit HDTV-Technik ausgerüstet, was einer Penetration von 17 Prozent entspricht. In Japan lag der Anteil bei 14 Prozent (6,7 Millionen Haushalte).

Die Studie mit dem Titel "High Definition Television: Global uptake and assessment to 2010" geht für Ende 2010 weltweit von 174 Millionen HDready-Haushalten aus. 22 Prozent aller TV-Haushalte werden damit in der Lage sein, Fernsehen in HD-Qualität zu empfangen. In den USA sollen dies umgerechnet 59 Prozent der Haushalte sein, in Japan sogar 66 Prozent und in Europa ca. 30 Prozent.  (ad)


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Links zum Artikel:
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Screen Digest (.com): http://www.screendigest.com

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