Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0603/44256.html    Veröffentlicht: 27.03.2006 15:22    Kurz-URL: https://glm.io/44256

Spieletest: Burnout Revenge - Noch mehr Crashs auf der 360

Grandiose Umsetzung von Criterion

Besitzern einer Xbox 360 konnte man bisher nur den Rat geben, Spiele mit dem Electronic-Arts-Logo besser links liegen zu lassen - vor allem die Launch-Titel wie Fifa oder Tiger Woods wirkten unfertig, lieblos und waren zudem im Umfang noch stark beschnitten. EA scheint sich dieser Probleme aber durchaus bewusst zu sein und ist gerade erfolgreich dabei, seinen Ruf wieder aufzupolieren: Das neue Fight Night Round 3 etwa gehört zu den bisher bestaussehenden 360-Spielen. Und auch die Umsetzung von Burnout Revenge, für die freilich vor allem die Entwickler von Criterion zuständig sind, ist vorzüglich gelungen.

Burnout Revenge (Xbox 360)
Burnout Revenge (Xbox 360)
Am eigentlichen Spielprinzip wurde im Gegensatz zur Xbox- und PlayStation-2-Version natürlich nichts geändert; immer noch rast man mit einem Irrsinnstempo durch Städte und Landschaften, fabriziert Massenufälle am laufenden Band und hat viel Spaß daran, Kontrahenten via Takedowns von der Strecke zu rammen und sich für feindliche Aktionen der Konkurrenz zu rächen; ausführliche Informationen zum Gameplay und den Spielmodi können unserem Test der Xbox-Version entnommen werden.

Burnout Revenge
Burnout Revenge
Besitzer einer Xbox 360 wird aber vor allem interessieren, was sich inhaltlich und technisch verändert hat - und das ist durchaus einiges. Neben einer Hand voll neuer Crash-Schauplätze ist es vor allem die umfangreiche Replay-Funktion, die Spaß macht: Hier können die besten Szenen des eigenen Spiels immer wieder angeschaut, gespeichert oder auch via Xbox Live hochgeladen werden, um sie anderen Spielern zu zeigen. Generell wurde vor allem im Online-Bereich viel getan: Burnout Revenge wartet mit zahlreichen neuen Fetaures via Xbox Live auf; so bekommt der Rache-Aspekt eine deutlich größere Bedeutung - persönliche Fehden werden vom Spiel gespeichert und sind nun deutlich einfacher auszutragen, da die ärgsten Kontrahenten beobachtet und immer wieder, auch zusammen mit Freunden, aufs Neue herausgefordert werden können.

Burnout Revenge
Burnout Revenge
Schon auf der Xbox war Burnout Revenge ein Fest für Augen und Ohren; auf der Xbox 360 sieht das Ganze aber nochmals eine Klasse besser aus - unzähligen Effekten und Spielereien sei dank. Deutliche Lackkratzer, beeindruckender Funkenflug, detaillierte Landschaftsdetails, zerberstende Fensterscheiben oder Nebelschwaden in den Bergen: Criterion geizt nicht mit Details und beschert Spielern einen optischen Hochgenuss, der wieder einmal natürlich vor allem HD-TV-Besitzern zugute kommt, aber auch auf normalen Fernsehgeräten deutlich spürbar ist. Vor allem Massenkarambolagen wirken so noch beeindruckender, was das Action-Erlebnis generell einfach deutlich gewaltiger erscheinen lässt.

Burnout Revenge für die Xbox 360 ist bereits im Handel erhältlich und kostet knapp 70,- Euro.

Fazit:
Wer Burnout Revenge schon auf Xbox und PlayStation 2 gespielt hat, braucht die 360-Umsetzung natürlich nicht unbedingt, dafür sind die inhaltlichen Neuerungen wie die zweifellos gelungene Replay-Option doch nicht umfangreich genug. Hat man sich bisher das Geld gespart, sollte man nun aber zuschlagen: Dank grandioser Präsentation mit unzähligen Effekten wird das Spiel erst auf der Xbox 360 zum ultimativen Burnout-Erlebnis.  (tw)


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