Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0602/43574.html    Veröffentlicht: 23.02.2006 12:14    Kurz-URL: https://glm.io/43574

Google Page Creator: Einfach und schnell Webseiten erstellen

Webseiten lassen sich mit AJAX-Anwendung direkt bei Google unterbringen

Mit der Beta des neu gestarteten Dienstes Page Creator ermöglicht es Google dem Anwender, sich auf einfache Art und Weise eine eigene Website zu erstellen und diese auch gleich bei Google unterzubringen. Ein Googlemail-Konto vorausgesetzt hat der Anwender bis zu 100 MByte Webspace, um seine Webpräsenz zu publizieren.

Designauswahl
Designauswahl
Der Anwender kann beim Erstellen seiner ersten Website im Page Creator aus über 30 Designvorlagen wählen und diese auch später noch mit wenigen Mausklicks ändern. Zudem lässt sich aus vier Layoutvorgaben wählen, mit denen sich die Inhalte in unterschiedliche Bereiche einteilen lassen. Über die Pagemanager genannte Funktion lassen sich die einzelnen Seiten bequem verwalten und auch Dateien hochladen, um sie beispielsweise später in die Website zu integrieren.

Rückgängig- und Wiederherstellen-Funktionen gehören ebenso zum Funktionsumfang der AJAX-Applikation wie eine automatische Speicherfunktion und verschiedene Werkzeuge zur Manipulation der Website.

Page Manager
Page Manager
Das Layout selbst kommt vollständig ohne Tabellen aus, so dass auch Text-Browser, Braille-Zeilen (Lesegeräte für Blinde) oder mobile Geräte die Seiten gut anzeigen dürften. Selbst die Mac-Version des mittlerweile eingestellten Internet Explorers zeigt die Inhalte in annehmbarer Qualität an. Das Brower-Urgestein Netscape 4 sollte man jedoch nicht nutzen, um sich die Seiten anzuschauen.

Editor (IE7b2)
Editor (IE7b2)
Wer sich mit HTML ein wenig auskennt, kann auch selbst Hand an den Code anlegen. In diesem Punkt gibt es keine Vorgaben, der Anwender hat alle Freiheiten, auch das Einbinden von CSS-Regeln in HTML-Tags stellt kein Problem dar. Hier funktioniert jedoch die Maus zumindest unter Firefox noch nicht so recht. Seitens Google findet jedoch keine Kontrolle statt, ob der Code auch korrekt ist.

Eine interessante Funktion an der manuellen Manipulierbarkeit des HTML-Codes ist der Umstand, dass der Anwender nur die Teile des Codes zu Gesicht bekommt, die er auch auswählt. Selektiert man beispielsweise die Sidebar in dem Editor, wird einem anschließend nur der Code dieser Sidebar vorgesetzt. Mit den restlichen Code-Teilen muss sich der Anwender also nicht abfinden.

Seiteneinstellungen
Seiteneinstellungen
Noch befindet sich Google Page Creator im Beta-Stadium, daher sollte man nicht zu viel erwarten. Einige Funktionen erwiesen sich bei ersten Tests noch als fehlerhaft. So ließ sich die Testwebseite von Golem.de nicht immer aufrufen, häufig kam es zu einer 404-Meldung, so dass die Seite nicht erschien. Möglicherweise hängt dies mit ersten Lastproblemen zusammen, da der Dienst ganz frisch ist.

Seitenansicht (Netscape)
Seitenansicht (Netscape)
Nichtsdestotrotz ist der erste Eindruck gut, Webseiten lassen sich tatsächlich auf einfache Art und Weise erstellen. Sicherlich ist die Funktion nicht vergleichbar mit der eines echten HTML-Editors wie etwa NVU oder gar einem Content Management System wie Wordpress oder Drupal. Dafür muss man sich nicht in derartige Programme einarbeiten und mit den wenigen Eigenarten vom Google Page Creator kommt man vermutlich schnell zurecht. Die Ergebnisse sind in jedem Falle ansehnlich.

Googles Programm lenkt den Anwender in die richtige Richtung, so dürften die meisten Nutzer von Überschriften (Headings) Gebrauch machen, die korrekt in bis in XHTML umgesetzt werden, statt normalen Text einfach zu vergrößern und fett zu machen.

Codeansicht
Codeansicht
Google Page Creator produziert vergleichsweise guten und vor allem tabellenlosen Code, der Hinweise darauf gibt, dass die Endversion möglicherweise strikten XHTML-Code ausgeben wird. Trotz einiger XHTML-Deklarationen findet sich im Code jedoch noch immer das ein oder andere veraltete font- oder i-Tag, um Schriftenstile zu manipulieren. Einer einfachen Validierung mit validator.w3.org hält das Ergebnis dementsprechend nicht Stand. Derartige Fehler bis zum Ende der Betaphase auszumerzen sollte jedoch kein Problem darstellen.

Google Page Creator erfordert ein Googlemail-Konto. Der von Golem.de durchgeführte Test wurde hauptsächlich mit Firefox durchgeführt, ein kurzer Test mit dem Internet Explorer 7 (Beta 2) gelang jedoch auch.  (ase)


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Links zum Artikel:
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Google (.com): http://www.google.com/en
Google Page Creator (.com): http://pages.google.com/

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