Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0602/43323.html    Veröffentlicht: 13.02.2006 13:50    Kurz-URL: https://glm.io/43323

Handy-Strahlung: Die Schlafstudie beginnt

Forschungsauftrag zu Mobilfunk-Auswirkungen nach Pilotphase erteilt

Die von dem Berliner Universitätsklinikum Charité ersonnene Studie zur Ermittlung etwaiger Schlafstörungen durch Einfluss von Mobilfunkstrahlung soll in Kürze starten. Bereits 2005 gab es eine Pilotphase, in naher Zukunft soll es im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) an sechs noch auszusuchenden Standorten mit der Untersuchung möglicher schädlicher Mobilfunk-Auswirkungen losgehen.

Die Forscher der Charité sollen im Rahmen des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms herausfinden, ob psychologische und physiologische Effekte des Mobilfunks unter häuslichen Bedingungen feststellbar sind. Dazu soll an den eingangs erwähnten sechs Standorten in Deutschland eine mobile Basisstation aufgestellt werden. Untersucht werden insgesamt 300 Teilnehmer, die im Umkreis von 500 Metern um die mobilen Basisstationen wohnen.

BfS und Charité hoffen herauszufinden, ob unter Einwirkung von Mobilfunk im Schlaf beispielsweise die Gehirnströme (EEG) beeinflusst werden. Am Kopfende der Betten der Studienteilnehmer werden zur Messung tragbare Geräte eingesetzt. Diese Datenerhebung soll eine Objektivierung des Schlafverlaufs sicherstellen, während zusätzlich morgens und abends mit Fragebögen subjektive Daten zum Schlafverlauf und zum allgemeinen Wohlbefinden erhoben werden.

Voraussetzung für die Vergabe der Studie an die Charité war der erfolgreiche Abschluss der Machbarkeitsstudie in Flachsmeer sowie die darauf folgende Pilotstudie. Dabei wurden laut BfS die Einzelheiten für eine Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern und der Bundesnetzagentur sowie die Bestimmung geeigneter Standorte geklärt.

In Kürze startet das BfS auch in Zusammenarbeit mit dem Institut für Arbeits- und Umweltmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München eine "MobilEe" getaufte Untersuchung, bei der etwaige Folgen der bei Kindern und Jugendlichen sehr häufigen Handy-Nutzung aufgespürt werden sollen.  (ck)


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Links zum Artikel:
Bundesamt für Strahlenschutz: http://www.bfs.de/

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