Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0601/42811.html    Veröffentlicht: 19.01.2006 10:44    Kurz-URL: https://glm.io/42811

Neue ATI-Treiber für Windows und Linux

Fehlerbereinigung unter Windows, OpenGL-2.0-Unterstützung für Linux

ATI hat am 18. Januar 2006 sowohl neue Treiberpakete für Windows 2000/XP, Windows XP Media Center Edition (MCE) und 64-Bit-Windows XP als auch für Linux veröffentlicht. Nun unterstützt ATI auch unter Linux OpenGL 2.0.

Für die eingangs genannten Windows-Versionen bietet ATI nun den Catalyst-Treiber 6.1 an, den es wahlweise mit und ohne das .NET-benötigende Catalyst Control Center gibt. Neue Funktionen gibt es in dieser Treiberversion nicht, dafür wurden aber einige Probleme beseitigt - unter anderem mit den Spielen BattleField 2 Special Forces, Beyond Good and Evil, Dark Age of Camelot, Everquest II, The Fall, World of Warcraft und Half-Life 2.

Außerdem soll das Ein- und Ausstöpseln eines DFP-fähigen Displays per HDMI-DVI-Stecker während des Rechnerbetriebs nun nicht mehr zum Bildausfall führen können. Darüber hinaus soll es nach stundenlangem Fernsehen auf einem Windows-XP-MCE-System mit Radeon-X1300- oder Radeon-X1800-Grafikkarte nicht mehr zu ungewöhnlich langen Abschaltzeiten oder Neustartproblemem kommen. Die Radiosuche soll nun nicht mehr durch den Radeon-X800-Treiber gestört werden.

Der Catalyst 6.1 für Windows 2000, Windows XP, Windows XP MCE und die Windows XP Professional x64 Edition findet sich zum Download im Treiberbereich von ATI.com und ATI.de. Unterstützt werden Grafikkarten von Radeon 7x00 bis hoch zur Radeon X1800 sowie ATIs Chipsätze mit Onboard-Grafik. Für Notebooks gibt es separate Treiber.

ATIs proprietärer Linux-Treiber mit der Versionsnummer 8.21.7 ist ebenfalls neu erschienen, er bringt OpenGL-2.0-Unterstützung mit und wurde um 50 Prozent verkleinert, damit er schneller heruntergeladen werden kann und weniger Platz auf der Festplatte verbraucht. Dazu wurden noch einige Fehler behoben: So funktioniert nun die mode2-Option in der aticonfig, mit der sich die Auflösung eines zweiten Displays setzen lässt. Zudem soll der Start des X Server keine Probleme mehr machen, wenn die Auflösung des virtuellen Desktops höher ist als die maximale Auflösung des Displays. ATIs aktuelle Grafikchips der X1000-Serie werden enttäuschenderweise immer noch nicht unterstützt.

ATI bietet 32-Bit- und 64-Bit-Versionen des Linux-Treibers 8.21.7 für X.Org 6.8 und XFree86 4.3 an. Beim 32-Bit-Treiber werden auch XFree86 4.1 und XFree86 4.2 unterstützt. Die aktuellen Versionen 6.9 und 7.0 von X.org unterstützt ATI bisher leider nicht.  (ck)


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Links zum Artikel:
ATI: http://www.ati.de
ATI (.com): http://www.ati.com
ATI (.com) - Treiber: http://www.ati.com/support/driver.html

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