Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0601/42671.html    Veröffentlicht: 11.01.2006 17:21    Kurz-URL: https://glm.io/42671

D-Link: HorstBox mit Asterisk gegen FritzBox

WLAN-Router mit integrierter Festnetz- und VoIP-Telefonanlage

Mit der HorstBox stellt D-Link einen WLAN-Router vor, der sowohl für ADSL als auch für ADSL2+ geeignet ist und gleichzeitig als Telefonanlage für das Festnetz und Voice over IP (VoIP) fungiert. Neben analogen und ISDN-Anschlüssen bietet der Router auch diverse Sicherheitsmerkmale wie WPA2 und eine integrierte Firewall. Damit wird die HorstBox ganz offensichtlich gegen AVMs FritzBox positioniert.

Das interne DSL-Modem der HorstBox unterstützt maximal 24 MBit/s im Down- und 1 MBit/s im Upstream. WLAN beherrscht der Router nach 802.11b und 802.11g, wobei sich die Daten per WPA oder WPA2 entweder mit dem TKIP- oder dem AES-Algorithmus verschlüsseln lassen und auch Pre-Shared Keys sind möglich.

D-Link HorstBox
D-Link HorstBox
Die HorstBox kann auch als VoIP-Telefonanlage genutzt werden, was dank der freien Software Asterisk realisiert wird. Daher soll die HorstBox auch mit allen SIP-Providern kompatibel sein, unterstützt aber auch IAX (InterAsterisk eXchange). Die Telefonanlage kann mit bis zu acht ISDN- und zwei analogen Endgeräten sowie bis zu acht SIP-Telefone umgehen, Gespräche werden dabei wahlweise über das Festnetz oder das Internet geführt. Anschlüsse bietet die Box für ein analoges Fax und zwei analoge Telefone sowie für zwei ISDN-Geräte.

Für eine optimale Sprachqualität unterstützt die HorstBox auch Quality of Service (QoS), um so bei parallelen Telefonaten und laufenden Downloads die Sprachpakete bevorzugt zu behandeln. STUN (Simple Traversal of UDP over NATs) sorgt zudem für eine sichere Übertragung der Sprachdaten, die integrierte Firewall soll das lokale Netzwerk vor Angriffen aus dem Internet schützen.

Ein 4-Port-Switch ist ebenfalls in die HorstBox integriert und an die USB-2.0-Schnittstelle lassen sich Drucker oder Festplatten anschließen. Die Verwaltung der HorstBox erfolgt über ein Webinterface.

Welches Betriebssystem auf der HorstBox läuft, konnte D-Link auf Anfrage nicht beantworten. Das eingesetzte Asterisk unterstützt offiziell die Betriebssysteme Linux, BSD und MacOS X (Darwin).

D-Link möchte die HorstBox Ende des ersten Quartals 2006 für etwa 450,- Euro anbieten.  (js)


Verwandte Artikel:
Für LTE und VDSL: D-Link hätte Hybrid-Router fast an die Telekom verkauft   
(27.02.2018, https://glm.io/133028 )
Fritzbox 7583: AVM zeigt neuen Router für diverse Vectoring-Techniken   
(23.02.2018, https://glm.io/132954 )
Router und Switches: Kritische Sicherheitslücke in Cisco ASA wird ausgenutzt   
(12.02.2018, https://glm.io/132714 )
Qualcomm: 802.11ax-WLAN kann bald in Smartphones kommen   
(22.02.2018, https://glm.io/132918 )
Linksys WRT32XB: Gamingrouter priorisiert Xbox für geringere Lag-Spitzen   
(11.01.2018, https://glm.io/132114 )

Links zum Artikel:
D-Link: http://www.dlink.de

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/