Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0601/42631.html    Veröffentlicht: 10.01.2006 12:19    Kurz-URL: https://glm.io/42631

Neue WowWee-Roboter: Vom Affenkopf bis zum Segway-Bot

Spielzeugroboter mit Segway-Technik auf der CES 2006 gezeigt

Der asiatische Spielzeugroboter-Hersteller WowWee hat bereits mit zwei Robosapiensmodellen, einem ebenfalls zweibeinigen Roboter-Dino ("Roboraptor") und einer Art Hund ("Robopet") auf sich aufmerksam gemacht. Mit dem auf zwei Rädern balancierenden P.E.A.-Bot und dem Roboreptile will WowWee im Laufe des Jahres 2006 eine verbesserte Robotergeneration für den Hausgebrauch auf den Markt bringen - und zeigte auf der CES 2006 in Las Vegas auch noch einen künstlichen Schimpansenkopf.

P.E.A. Bot
P.E.A. Bot
Während die anderen WowWee-Roboter durch die Gegend laufen, wird der Personal Evolved Android - kurz P.E.A.-Bot - auf seinen zwei nebeneinander liegenden Rädern aufrecht balancierend durch die Gegend rollen. Dafür hat WowWee die entsprechende Technik von Segway eingekauft. Damit der Roboter auch "aufstehen" kann, verfügt er zusätzlich noch über bereifte Arme. Der eigenständig agierende P.E.A.-Bot soll mit seinen Rädern recht zügig durch die Gegend flitzen können, dank seines Infrarotradars Hindernisse selbst erkennen und diese umfahren. Alternativ lässt er sich auch fernsteuern und teilweise programmieren.

Mehr noch als die Robosapien-Modelle soll der P.E.A.-Bot seine Umgebung vor allem durch Gelächter, Schreie, Rufe und Witze erheitern. Der "launische" Roboter verfügt über ein Farb-LCD im Kopf, auf dem ein Gesicht bzw. Animationen eingeblendet werden. Mit einer kleinen Ladefläche auf dem Rücken soll der P.E.A.-Bot auch eine Getränkedose durch die Gegend fahren können. Der P.E.A.-Bot soll im Laufe des Jahres 2006 auf den Markt kommen und etwas mehr kosten als der aktuelle Robosapien V2. Auf der Messe war nur ein nicht funktionsfähiger P.E.A.-Bot zu sehen, laut WowWee existieren aber schon fahrende Prototypen.

Roboreptile
Roboreptile
Mit dem Roboreptile will WowWee in diesem Jahr auch noch einen weiteren Dino-Roboter anbieten. Dieser soll sich etwas geschmeidiger bewegen als sein Vorgänger - er kann sowohl auf vier Beinen laufen als auch auf den Hinterbeinen rennen, mit dem Schwanz schlagen und hüpfen. Im Wächter-Modus soll Roboreptile auf der Lauer liegen, kann angriffslustig oder freundlich sein, wegrennen oder sein Plastikfutter selbstständig aufspüren. Das Roboreptile soll wie der P.E.A.-Bot für Kinder ab acht Jahren geeignet sein und lässt sich fernsteuern sowie im beschränkten Umfang programmieren.

RS Media
RS Media
Der seit einigen Monaten erhältliche Robosapien V2 erhält im Jahr 2006 einen Nachfolger mit Namen Robosapien Media, kurz RS-Media. Dieser unterscheidet sich vom V2 durch ein LCD, eine Farbkamera, eine USB-Schnittstelle, einen externen Speicherkartensteckplatz und Lautsprecher in den Händen sowie einen Subwoofer im Körper. Damit soll der RS-Media u.a. als MP3-Player oder Fotograf dienen können.

Per PC-Software, dem Bodycon-Editor, lassen sich alle RS-Media-Bewegungen und die Wiedergabe von Musik, Bildern und Videoschnipseln steuern - etwa um eine Tanz-Choreografie zu programmieren. Auch die "Persönlichkeit" des RS-Media soll verändert werden können. RS-Media lässt sich per Infrarot-Fernbedienung steuern oder im Puppenmodus programmieren. Einen Preis für das Robosapien-Modell RS-Media und ein Lieferdatum nannte WowWee noch nicht.

Alive Chimpanzee
Alive Chimpanzee
Bereits seit Ende 2005 bietet WowWee in den USA exklusiv über die Elektronik-Schnickschnack-Kette Sharper Image auch einen künstlichen, behaarten und mit Gummihaut bezogenen Schimpansenkopf an, der als "animatronische" Büste Grimassen schneidet und passende Geräusche von sich gibt. Mit einem Stereo-Mikrofon, einem Infrarot-Bewegungssensor und Berühungssensoren im Kinn, dem Kopf und den Ohren kann der "Alive Chimpanzee" je nach Programmierung oder zufällig generiert neugierig, ängstlich, freudig und wütend reagieren. Als Alarmanlage lässt er sich ebenfalls einsetzen. Auf Wunsch lässt sich der künstliche Affe auch per Fernsteuerung bedienen, programmieren oder in den Schlafmodus versetzen.

Sharper Image bot den künstlichen Affenkopf in den USA ursprünglich für rund 150,- US-Dollar an und senkte den Preis mittlerweile auf 120,- US-Dollar.  (ck)


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Links zum Artikel:
Robosapien V2 (.com): http://www.robosapienv2online.com/
Sharper Image (.com): http://www.sharperimage.com
WowWee (.com): http://www.wowwee.com/
WowWee Alive (.com): http://www.wowweealiveonline.com

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