Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/9908/4256.html    Veröffentlicht: 26.08.1999 14:09    Kurz-URL: https://glm.io/4256

Telekom - Neue Produkte für E-Commerce

Die Telekom präsentiert zur IFA neben T-DSL eine Reihe neuer Produkte im Bereich E-Commerce und antwortet auf AOLs Kampfansage.

Dazu gehört der ServerPass, ein elektronischer Ausweis für Web-Server, der für die eindeutige Identifizierung von Anbietern im Internet sorgen soll. Der im Telekom Trust Center ausgestellte ServerPass soll den sicheren Datenaustausch zwischen Kunde und Anbieter gewähren.

Wem der Shop dazu fehlt, dem bietet die Telekom mit dem Smart Shop S eine kleine Lösung, mit der bis zu 20 Artikel zum Verkauf angeboten werden können. Der Preis liegt bei 19,90 DM im Monat.

In Sachen Breitbanddienste erprobt man zusammen mit Reuters in einem Pilotprojekt den "Rundfunk Audio Video Server". Ab dem Jahre 2000 soll es so möglich sein, Video Beiträge On Demand anzubieten. Interessant dürfte das nicht nur für Nachrichtenagenturen sondern auch für Business-TV Applikationen sein.

Für den Endkunden bietet die Telekom in erster Linie neue Internetangebote wie den Online-Spieledienst "Community of Massive Gaming Agents", eine Plattform für Multiplayer-Spiele, innerhalb derer z.B. das Projekt S.A.R.A.C. zum 6. September starten wird. Der Service bietet für 1,- DM pro Tag die Möglichkeit exklusiv Titel wie Sierras Starsiege Tribes oder eben S.A.R.A.C. von VR1 zu spielen. Abgerechnet wird über ein Prepaid-System, die CMGA-Card. Die Karten gibt es für 20,- oder 50,- DM, die in Teilen online freigeschaltet werden können.

Mit EMIS präsentiert die Telekom nach anderen Anbietern nun ebenfalls ein System, mit dem sich E-Mails per Telefon, sowohl in Deutsch als auch Englisch, vorlesen lassen.

Einen Blick in die Zukunft zeigt die Telekom mit dem SmartHome-Konzept. Darin verbinden sich Telekommunikation, Informationstechnik, Unterhaltungs- und Haushaltsgerätetechnik sowie Sicherheitstechnik zu einem funktionalen Gesamtsystem, das eine komfortable und einheitliche Überwachung und Steuerung von fast allen häuslichen Geräten und Vorgängen zuläßt.

Auf das heute von AOL angekündigte Angebot will die Telekom mit der Wiederauflage eines per Gericht zunächst untersagten Angebots von 20 Stunden Internet für 49,- DM reagieren. Initiator für das Gerichtliche Verbot war seinerzeit AOL.  (ji)


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