Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0512/42258.html    Veröffentlicht: 20.12.2005 14:13    Kurz-URL: https://glm.io/42258

Spieletest: Soul Calibur 3 - Premium-Prügel-Vergnügen

Fortsetzung exklusiv für die PlayStation 2

Rechtzeitig vor Weihnachten führt Namco die Soul-Calibur-Reihe in die nächste Runde, diesmal allerdings zunächst exklusiv für PlayStation-2-Besitzer - der letzte Teil war noch für alle drei aktuellen Heimkonsolen erschienen. Und Xbox- und GameCube-Nutzer haben durchaus Grund, sich über diesen Umstand zu ärgern: Soul Calibur 3 ist nämlich tatsächlich noch mal ein gutes Stück besser geworden als der Vorgänger.

Soul Calibur 3 (PS2)
Soul Calibur 3 (PS2)
Prinzipiell bekommt man natürlich auch hier wieder das geboten, was man von der Soul-Calibur-Reihe kennt - nur eben mit erweitertem Umfang und aufpolierter Technik. So wurde die Riege der bereits bekannten Kämpfer wie Voldo oder Raphael erneut um drei neue Recken erweitert. Zusätzlich stehen jetzt also der düstere Zasalamel, die Schwertkämpferin Setsuka und die agile Tira zur Verfügung. Im Gegensatz zu anderen Prügelspielen war eine der Besonderheiten von Soul Calibur schon immer der Waffeneinsatz, woran sich auch diesmal nichts geändert hat: Jeder Kämpfer nutzt also nicht nur Arme und Beine, sondern bringt auch ein zusätzliches eigenes Mordwerkzeug wie etwa ein Katana oder eine Streitaxt mit ins Rennen.

Screenshot #1
Screenshot #1
Jeder Kämpfer spielt sich unterschiedlich: Während die kleineren und dünneren sehr beweglich agieren, besser ausweichen und schneller angreifen können, sind die größeren und mächtigen Kolosse da etwas unflexibler; dafür fügt ein gut platzierter Hieb von ihnen der Energieleiste des Gegners aber auch einen deutlich kräftigeren Verlust zu.

Screenshot #2
Screenshot #2
Die Steuerung ist wieder einmal so einsteigerfreundlich, dass auch durch wildes Knöpfchendrücken Erfolge möglich sind; dank der deutlich zäheren KI ist im späteren Spielverlauf aber ein gutes Beherrschen der zahlreichen Combos und das perfekte Timing bei Blocks schon essenziell, um zu überleben; zumal es natürlich wieder möglich ist, bereits am Boden liegende Gegner weiter mit Angriffen zu überziehen bzw. Kontrahenten in die Luft zu schleudern und dort dann weiter zu verprügeln.

Beeindruckend umfangreich ist die Spielmodi-Auswahl: Schnelle Kämpfe, Turniere, aber auch die storygetriebenen Modi "Chroniken des Schwertes" und "Seelenarena" sorgen für Abwechslung; da gilt es dann auch mal, Kämpfe unter Zeitdruck oder mit bestimmten Vorgaben zu gewinnen. Hinzu kommt ein Mix aus stellenweise bekannten, oft aber auch komplett neuen Kampfarenen, die wie gewohnt mit unzähligen netten (und teils animierten) Details aufwarten und sich natürlich auch in die Gefechte einbeziehen lassen.

Screenshot #3
Screenshot #3
Siege bringen Preisgelder, und die können in alle möglichen Extras investiert werden - Kostüm-Updates ebenso wie neue Waffen. Ebenfalls witzig: Ab sofort können Spieler auch ihren eigenen Kämpfer erstellen und ihm in einer Art Baukastensystem Frisuren, Gesichter, Berufe und alles mögliche mehr verpassen.

Screenshot #4
Screenshot #4
Optisch wirkt Soul Calibur 3 auf der PlayStation 2 nochmals ein ganzes Stück beeindruckender als der Vorgänger; so besitzen die Texturen mehr Details und zahlreiche Effekte wie sprühende Funken sorgen für Stimmung. Auf der anderen Seite muss man allerdings stellenweise Ruckler hinnehmen und die Ladezeiten sind ebenfalls etwas länger als gewohnt.

Soul Calibur 3 ist bereits für die PlayStation 2 im Handel erhältlich. Das Spiel kostet etwa 60,- Euro und hat eine USK-Freigabe ab zwölf Jahren erhalten.

Fazit:
Alles beim Alten, nur diesmal noch schöner und umfangreicher: Soul Calibur 3 schlägt keinen neuen Weg ein, sondern führt das Gameplay von Teil 2 logisch fort. Wer also den direkten Vorgänger besitzt, könnte sich eventuell über zu viele Parallelen ärgern, ansonsten gibt es aber kaum etwas zu kritisieren: Soul Calibur 3 ist die fast perfekte Symbiose von Zugänglichkeit und Spieltiefe gepaart mit toller Präsentation.  (tw)


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Namco (.com): http://www.namcoarcade.com/

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